Blog Baumassnahmen an der Uni Köln
Die Universität zu Köln baut: Neue Gebäude werden für die Wissenschaft errichtet, der Baubestand wird saniert, neue und energiesparende Techniken werden installiert. Wir berichten über neue und laufende Projekte im BauBlog.
10.2.2026
Baumfällung vor dem Hörsaalgebäude
Drei Platanen am Hörsaalgebäude, zwischen der Fahrradstation und dem PiKa, müssen gefällt werden.
Die Maßnahme ist erforderlich, da zwei der drei Bäume von einem Pilzbefall betroffen sind und die Verkehrssicherheit an den Standorten gefährdet ist. Die Wurzeln des dritten Baumes verursachen Schäden an Rad- und Fußwegen, was zu einer erhöhten Unfallgefahr führt.
Die Fällaktion findet in der Zeit vom 12.02. bis 13.02. statt.
Im Anschluss an die Fällung der drei Bäume erfolgen Ersatzpflanzungen. Bei den neu gesetzten Bäumen handelt es sich wie auf dem Universitätsboulevard um Roteichen, deren Wurzeln anders als bei flachwurzelnden Platanen, die Wege auch in Zukunft nicht beeinflussen werden. Die neu gepflanzten Bäume sind zudem perspektivisch klimaresistent, da sie mit veränderten Umweltbedingungen gut umgehen können.
Durch die Fällung und Neupflanzung wird nicht nur die Sicherheit an den Rad- und Fußwegen langfristig gewährleistet, sondern diese werden im Zuge der Sanierung des Albertus-Magnus-Platzes verbreitert. Durch die Neupflanzung kann nun ein Blindenleitsystem etabliert werden, dass es an dieser Stelle bislang nicht gibt. Die Maßnahme sorgt so für eine verbesserte Barrierefreiheit.
31.1.2026
Rückbau der Fußgängerbrücke über der Luxemburger Straße
Vor einer Woche haben die Abrissarbeiten an der Fußgängerbrücke begonnen, die sich über die Luxemburger Straße zwischen der Greinstraße und dem Oberlandesgericht spannt. Am Montagmorgen, dem 26. Januar, wurden die Oberleitungen der KVB vom mittleren Brückensegment abmontiert und auf Masten verlegt, um die weitere behinderungsfreie Fahrt der Linie 18 zu gewährleisten. Danach wurde das Mittelstück der Brücke mit einem Kran entfernt. Jetzt stehen noch die Fußgängerrampen zur KVB-Haltestelle und die Verbindungen zu den Straßenrändern. Am Samstag, dem 31. Januar, wird mit dem Abbruch dieser restlichen Teile der Brücke begonnen. Dafür wird die Luxemburger Straße zwischen Samstag 6.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr in Fahrtrichtung stadtauswärts vollgesperrt (Auto, Fahrrad, Fußgänger). Insgesamt werden die Arbeiten vor Ort bis kurz vor Beginn des Karnevals dauern.
Die Brücke entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Barrierefreiheit und liegt in Teilen auf dem Baufeld für den Neubau der Chemie der Universität. Bereits 2024 wurde die Rampe zur Brücke für die Bereinigung des Baufeldes am Neubau abgerissen. Eine barrierefreie Querung der Luxemburger Straße an dieser Stelle ist dann nach Herstellung eines ebenerdigen Übergangs durch die Stadt Köln möglich.
Der neue Baukomplex der Chemie wird modernste Studien-, Forschungs- und Arbeitsbedingungen ermöglichen. Zudem wird er durch moderne Gebäudetechnik deutlich zur Verbesserung der Energie- und Klimabilanz der Universität beitragen.
8.1.2026
Universität zu Köln und Medfacilities gründen UniSpaces GmbH
Die Universität hat gemeinsam mit der medfacilities GmbH ein Tochterunternehmen gegründet: die UniSpaces GmbH. Die UniSpaces soll ausgesuchte Bauprojekte vom Baudezernat der Universität übernehmen und durchführen.
Die Universität bereitet gerade einen neuen Masterplan 2040 für ihre Bauaktivitäten vor, der Ende 2026 stehen soll. Und sie will generell schneller bauen, denn jede Verzögerung kostet Geld und wirft anschließende Projekte aus dem Zeitrahmen. Doch es fehlt häufig an Personal und Projektmanagementkapazität: Bauingenieure, Architekten und Projektmanager werden gebraucht. Wenige Bewerber*innen werden in diesem Bereich von vielen Arbeitgebern gesucht, sodass der öffentliche Dienst beim Wettbewerb um die qualifizierten Fachkräfte häufig den Kürzeren zieht. Um hier ein zweites Standbein zu haben, hat die Universität eine Tochtergesellschaft gegründet, die zahlreiche Bauherrenaufgaben für sie wahrnehmen kann.
Mit erfahrenem Partner
Als Partnerin dafür hat sich die Universität die medfacilities GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Universitätsklinik Köln, ausgesucht. Die medfacilities GmbH besteht schon seit zwei Jahrzehnten und setzt erfolgreich die Bauprojekte der Kölner Uniklinik um. Die Universität hält 75,1 Prozent und die medfacilities GmbH 24,9 Prozent an der „UniSpaces GmbH“.
Das Ziel der Gründung ist die dauerhafte Entlastung der entstandenen Personalengpässe an der Universität und die Beschleunigung der Projektumsetzung. Die Ausführung der Bauherrenaufgaben wird die Projektleitung, Projektsteuerung, Beratungsleistungen im Kontext baulicher Projekte sowie die Beschaffung von Planungs- und Bauleistungen nach öffentlichem Vergaberecht umfassen. Die Geschäftsführung der UniSpaces wird aus zwei Vertretern der Universität (Christian Wagner, Thorsten Hildebrand) und einem von medfacilities (Axel Stephan) bestehen. Das Baudezernat (Dezernat 5 Gebäude- und Liegenschaftsmanagement) der Universität wird auch nach Gründung der UniSpaces weiterhin den Großteil der anstehenden Bau- und Sanierungsprojekte übernehmen.
Passgenaue bauliche Lösungen
Anders als die meisten Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen, die ihre Gebäude größtenteils durch den BLB NRW (Bau- und Liegenschaftsbetrieb) bauen lassen, baut die Universität zu Köln selbst. Dafür gibt sie sich in regelmäßigen Abständen einen baulichen Masterplan. Der bisherige Masterplan 2030 wird im Laufe des Jahres zu einem Masterplan 2040 aktualisiert. Neben dieser strategischen Bauplanung ist aber ebenso wichtig, dass die Universität durch ihre Bauherreneigenschaft auch die Möglichkeit hat, passgenaue Entwürfe in enger Abstimmung mit den Nutzer*innen der Liegenschaften umzusetzen. Eine enge Kommunikation mit den Fachgebieten der Universität und zuverlässige Abwicklung von Bauprojekten ist auch deshalb wichtig, weil neue Forschungsbereiche oft auch flexible bauliche Lösungen benötigen. Und nicht zuletzt ist ein Großteil des Gebäudebestandes der Universität über 50 Jahre alt, so dass viele bauliche Sanierungsaufgaben auf der Agenda stehen.
Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Joybrato Mukherjee sagt zur Gründung der UniSpaces GmbH: „Mit der Gründung der UniSpaces können nun die anstehenden Bauprojekte des Masterplanes 2040 der Universität schneller abgewickelt werden, als es bisher möglich war. Damit haben wir eine Möglichkeit geschaffen, zukünftige Projekte, die der Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Köln dienen, auf einer breiteren Basis zu bewältigen. Ich danke den Vertretern von medfacilities und der Verwaltung der Universität für ihre engagierte Zusammenarbeit bei der Gründung der UniSpaces GmbH. Die Gründung und der Aufbau der Gesellschaft wurden innerhalb eines dreiviertel Jahres bewerkstelligt.“
Der Kanzler der Universität, Karsten Gerlof sagt: „Nicht nur an der Universität zu Köln sind viele Gebäude in die Jahre gekommen. Um den Sanierungsbedarfen und den Anforderungen an die moderne Forschung und Lehre gerecht zu werden, brauchten wir mehr Kapazitäten und neue Herangehensweisen. Mit der medfacilities GmbH haben wir nun einen Partner gefunden, der bereits seit langem erfolgreich die bauliche Entwicklung des Medizincampus betreibt. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit unseren Partnern von medfacilities.“
„Diese Partnerschaft eröffnet uns strategisch wichtige Perspektiven“, sagt medfacilities-Geschäftsführer Prof. Dr. Peter Heinen. „Wir diversifizieren unseren Auftraggeber-Bereich und können unsere Expertise im öffentlichen Bauen auf eine breitere Basis stellen.” Und sein Geschäftsführungskollege Carsten Niemeyer ergänzt: “Gleichzeitig entstehen neue Entwicklungsmöglichkeiten für unser Team und zusätzliche Kapazitäten in allen Bereichen der medfacilities-Gruppe. Wir sind dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen der Universität und freuen uns auf die neuen Aufgaben.”
6.10.2025
Albertus-Magnus-Platz: Die Baustelle wandert
Der erste Teilabschnitt, das untere Niveau des Platzes, ist bald fertig und wieder zur Begehung freigegeben. Dafür verschiebt sich die Fläche der Baustelle.
Der Bereich des Albertus-Magnus Platzes am westlichen Ende direkt am Philosophikum wird bis zum 13. Oktober mit Grauwacke gepflastert sein. Damit wird die Baustelle dort aufgehoben und der Platz in diesem Bereich kann wieder begangen werden. Auch die zugehörigen Türen im Philosophikum sind dann wieder nutzbar. Dafür wandert die Baustelle ein Stück Richtung Hauptgebäude. Ein Teil des Fahrradweges auf dem zum Hörsaalgebäude hin liegenden sogenannten „Uni-Boulevard“ (dort, wo der Pizza-Wagen „PiKa“ steht) wird abgesperrt und saniert. Der Zugang zum Pizza Wagen bleibt bestehen, der direkte Zugang vom Hauptgebäude zum Hörsaalgebäude und dem Uni-Boulevard wird abgesperrt. Der Weg vom Hauptgebäude zum Hörsaalgebäude führt dann am Philosophikum entlang über die Treppen rund um die Baustelle. Eine barrierefreie Begehung ist durch das Philosophikum möglich. Der Zugang zur Tiefgarage und den gastronomischen Einrichtungen im Pavillon bleiben erhalten. Die Absperrung wird voraussichtlich vier Wochen bestehen und wird dann wieder aufgehoben.
Neuigkeiten gibt es auch bei den derzeitigen Bauarbeiten: Die Baufirmen legen die Hochbeete an und sind soweit, dass die geplanten Bäume bereits am 7. Oktober und die Stauden am 9. Oktober geliefert werden können. Damit wird die neue Gestaltung dieses Bauabschnitts sichtbar werden. Die Brückensanierung startet und die Baumaßnahme wandert auf das obere Niveau der Platzfläche.
15.10.2025
Mehr Platz auf Uniparkplätzen: Falschparker werden abgeschleppt
Um die unübersichtliche Parkplatzsituation auf universitätseigenen Flächen zu verbessern, hat das Parkraummanagement der Universität zu Köln einen Dauervertrag mit einem Abschleppunternehmen geschlossen. Ziel ist, mehr Platz für berechtigte Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen: Falschparker werden künftig regelmäßig kostenpflichtig abgeschleppt.
Ab dem 1. November dieses Jahres werden Fahrzeuge unverzüglich abgeschleppt, wenn sie
- ohne gültigen Parkschein oder Parkausweis auf ausgewiesenen Parkflächen der Universität abgestellt sind,
- Feuerwehrzufahrten blockieren,
- auf Sperrflächen parken oder
- außerhalb markierter Stellplätze stehen.
Davon können auch Fahrzeuge von Beschäftigten oder Studierenden betroffen sein, etwa wenn der Parkausweis nicht sichtbar im Fahrzeugfenster liegt oder Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienst blockiert werden. Die Maßnahme dient der Sicherheit und Ordnung auf dem Campus.
Wo wird abgeschleppt?
Betroffen sind verschiedene Parkbereiche des Campus, unter anderem:
- Campus Nord (humanwissenschaftlicher Bereich, Gronewaldstraße, Frangenheimstraße, Herbert-Lewin-Straße),
- Klosterstraße,
- Zentralbereich (Gyrhofstraße / Ecke Universitätsstraße bzw. Ecke Gymnicher Straße / Kerpener Straße),
- Parkplatz Unisport und Sibille-Hartmann-Straße.
Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Kontrollzeiten je nach Bereich (Beispiel: Campus Nord: Mo–Fr 08:00–17:00 Uhr; Zentralbereich: Mo–Fr 07:00–21:00 Uhr, Sa 09:00–13:00 Uhr). Außerhalb dieser Zeiten ist das Parken in vielen Bereichen frei. Parkverbotszonen wie Feuerwehrzufahrten werden jedoch rund um die Uhr kontrolliert.
Weitere Informationen
Eine detaillierte Übersicht der Parkbereiche sowie Informationen zum Abschleppdienst, einschließlich der anfallenden Abschleppkosten, finden Sie auf der Webseite des Parkraummanagements (Dezernat 5, Gebäude- und Liegenschaftsmanagement): https://verwaltung.uni-koeln.de/parken
Bei Fragen oder Hinweisen wenden Sie sich bitte an das Parkraummanagement.
15.08.2025
Martin Pfeifle: Kunst auf dem Campus
Die Skulptur „revisited“ des Bildhauers Martin Pfeifle wurde auf dem Albertus-Magnus-Platz aufgestellt. Die Montagearbeiter installierten die drei Elemente der Plastik neben dem Pavillon über der Fahrradgarage zwischen Hörsaalgebäude und Philosophikum. Am Nachmittag waren die Arbeiten abgeschlossen.
Das neue Kunstwerk „revisited“ von Martin Pfeifle besteht aus optisch geschichteten Plattenelementen, die das noch in Teilen bestehende Bodenmosaik von Jürgen Hans Grümmer direkt vor dem Hauptgebäude erinnern sollen. Das Objekt wurde aus Bronze gegossen und verteilt sich auf drei getrennte Elemente. Die Plastik fordert als Objekt im öffentlichen Raum zur Interaktion mit dem Betrachter auf und lädt zum Verweilen ein. In diesem Sinne ist es auch eine „Sitzskulptur“. Die im Laufe der Zeit einsetzende Korrosion der Oberfläche mit Grünspan wird in Zukunft an den genutzten Stellen mit der Goldfarbe des Materials kontrastieren.
Der Künstler Martin Pfeifle ist neben seinen Skulpturen im öffentlichen Raum auch für seine Installationen im Museumsbereich bekannt. Das Zusammenwirken von Betrachter und Kunstwerk ist Teil seiner bisherigen Arbeit, auch bei den Installationen, die er für Museen durchgeführt hat: „Der Körper des Betrachters ist immer auch Teil der Installation“, so Pfeifle. Im öffentlichen Raum kommt für den Künstler noch die spezielle Situation hinzu, dass die Betrachter*innen ihren verschiedensten Tätigkeiten nachgehen und sich nicht zwingend auf das Kunstobjekt fokussieren: „Der öffentliche Raum ist jedem ausgeliefert: Es ist nicht der geschützte museale Raum. Auch die Motivation der Betrachter ist eine andere: Man beschließt nicht, ins Museum zu gehen, um Kunst zu rezipieren, sondern man stolpert im Grunde drüber.“ Dabei soll sich für die zukünftigen Betrachter die Aufenthaltsqualität auf dem Kunstwerk mit der Wahrnehmung der Kunst durchaus verbinden.
Das Werk des Düsseldorfer Künstlers nimmt die Formensprache des Mosaiks auf, das den Boden des Platzes bisher geschmückt hat. „Ich beziehe mich mit meiner Skulptur komplett auf die zweidimensionalen Mosaike von Jürgen Hans Grümmer“, so Pfeifle. „Meine Arbeit besteht aus einer Dreidimensionalisierung seines Kunstwerkes, deswegen habe ich auch das Plattenmaß 40 mal 40 übernommen.“ Nicht zuletzt die Konzeption als „Sitzskulptur“ bietet Anschlusspunkte zu Grümmer, so Martin Pfeifle: „Ich habe immer wieder Sitzskulpturen während meiner Arbeit entwickelt, Grümmer hat das auch getan, wie zum Beispiel hinter dem Hörsaalgebäude.“
Als zentraler Punkt des Platzes soll die Plastik nach Wunsch des Künstlers nicht nur zu Interaktion mit den Betrachter*innen anregen, sondern auch raumgestalterisch mit den umliegenden Gebäuden, Bäumen und anderen Kunstwerken auf dem Platz wirken.
Martin Pfeifle studierte von 1998 bis 2004 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend war er Meisterschüler von Hubert Kiecol. Von 2009 bis 2010 hatte er eine Vertretungsprofessur an der Kunstakademie Karlsruhe inne. Seit Februar 2021 ist Martin Pfeifle Professor für das Lehrgebiet Körper-Raum-Struktur am Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf. Pfeifle hat seine Objekte in internationalen Ausstellungen gezeigt, seine Außenraumskulpturen stehen in vielen deutschen Städten, wie zum Beispiel Heidelberg, Nürnberg oder Düsseldorf.
8. August 2025
Sanierung des Albertus-Magnus-Platz: Material aus den Steinbrüchen
Die Universität zu Köln saniert von 2025 bis 2026 den Albertus-Magnus-Platz. Jetzt werden die ersten Vorbereitungen getroffen, das Pflaster aus Grauwacke herzustellen. Der Stein ist gegen mechanische Belastung, Wasser und Frost widerstandsfähig und wird seit geraumer Zeit in den Städten des Rheinlandes, so auch in Köln, verbaut. Als Material aus den Steinbrüchen des Rheinischen Schiefergebirges hat er eine bessere CO2-Bilanz als andere Oberflächenmaterialien und wird auch in Zukunft noch verfügbar sein. Das Sedimentgestein bietet ein Spektrum von Naturfarben, die sich in die gegebene Bebauung einpassen. Zurzeit wird der in den Steinbrüchen gebrochene Stein für den ersten Pflasterabschnitt am Philosophikum zurechtgeschnitten.
21. Juli 2025
Mehr Lernplätze für Studierende
Mehr Selbstlernplätze für Studierende in der Physik, dem Philosophikum und dem IBW: Die Universität zu Köln stattet zwei Gebäude mit mehr Gelegenheiten zum Lernen aus, ein drittes folgt bis Ende des Jahres.
Das Baudezernat der Universität hat seit August 2023 zwei weitere Gebäude mit zusätzlichen oder neuen Lernplätzen für Studierende ausgestattet. Über 90 Plätze sind so bis jetzt entstanden: 32 Lernplätze im IBW-Gebäude an der Herbert-Lewin-Straße und 60 neue Lernplätze im Philosophikum. Die Aufstockung der Lernplätze setzt eine Initiative der Universität fort, die bereits im Jahr 2022 im Biozentrum mit 30 Lernplätzen in der Bibliothek begonnen hat. Ungefähr 35 Lernplätze stehen nun auch seit April 2025 im Neuen Seminargebäude auf dem Hauptcampus zur Verfügung.
Hintergrund der Maßnahmen ist, dass Studierendenvertreter im Sommer 2023 den Wunsch nach mehr Lernplätzen in den Gebäuden der Universität äußerten, der vom Kanzler an das Baudezernat weitergeleitet wurde. In einer Machbarkeitsstudie suchte das Baudezernat daraufhin zuerst nach möglichen Räumen und fand geeignete Standorte in den Foyers der Gebäude. Prüfungen auf Brandschutz und Denkmalschutz folgten. Das Baudezernat entschied sich für das Gebäude 211 (IBW), das Gebäude 103 (Philosophikum) und das Gebäude 321 (Physik). Die Möbel wurden dabei so ausgesucht, dass sie die Kriterien Brandschutz, Sicherheit, Bequemlichkeit und stilistische Anpassung an die Umgebung erfüllten: Die Bänke, Stühle und Tische sollten in die Architektur der Gebäude eingebettet sein. So passen sich z.B. die Lernplätze im Philosophikum in ihrer Materialauswahl den bereits vorhandenen Innenausbauten an.
Die Möbel sind im Philosophikum im Erdgeschoss und im ersten bis dritten Obergeschoss aufgestellt. Im IBW findet man die neuen Möbel im ersten und zweiten Obergeschoss zwischen den Hörsälen. Im Foyer der Physik wird das Baudezernat insgesamt 50 Lernplätze neugestalten. Dabei wird es unterschiedliche Sitzmöglichkeiten geben, wie etwa Hochtische, eine gepolsterte lange Sitzbank mit Bistrotischen sowie zwei Meeting-Module für fokussiertes Arbeiten. Aus Gründen des Denkmalschutzes und des Brandschutzes konnten keine Stromanschlüsse im IBW installiert werden, was im Philosophikum zum Teil aber möglich war. Die neuen Selbstlernplätze in der Physik werden auch mit Steckdosen versehen sein.
30. Juni 2025
Neue Solaranlagen im Bau
Die Universität zu Köln setzt ihre Nachhaltigkeitsstrategie weiter um: Der Labor-Neubau der Physik und das ehemalige COPT-Gebäude an der Luxemburger Straße erhalten eine Photovoltaik-Anlage (PV) auf dem Dach.
Die Sonne scheint nicht nur aufs Dach des Laborbaus der Physikalischen Institute, sondern sorgt auch dafür, dass dort nachhaltig Strom produziert wird. Denn die Firma Vopro GmbH hat gerade die letzten Module der Photovoltaikanlage installiert. Nun muss die Anlage nur noch an die Stromversorgung angeschlossen werden. Die 224 Module werden eine Leistung von 100 kWp (Kilowattpeak) erreichen und 90.000 kWh/a Strom pro Jahr erzeugen, etwa 20mal so viel wie eine vierköpfige Familie durchschnittlich im Jahr verbraucht. Die Anlage kostet rund 105.000 Euro und soll im Laufe des Sommers in Betrieb genommen werden.
Eine zweite Anlage auf dem Dach des ehemaligen COPT-Gebäudes (Geb. 315) an der Luxemburger Straße kostet 80.000 Euro und wird bei einer Leistung von 76 Kilowattpeak rund 68.400 kWh/a Strom im Jahr erzeugen. Die Anlage mit 172 Modulen wird ebenfalls ihre Arbeit im Sommer aufnehmen.
Mit dem schrittweisen Ersatz von fossilen Stromquellen erfüllt die Universität eines ihrer wichtigsten Nachhaltigkeitsziele: CO2 zu reduzieren und auf einen klimaneutralen Campusbetrieb umzustellen.
Bei den neu geplanten Anlagen auf den Gebäuden der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wird sich die Eigennutzung des Stroms durch die Universität im Vergleich zu der Anlage auf dem Philosophikum mit ihren noch einmal erhöhen: Dort existiert eine Mittelspannungsring, ein lokales Netz, in das der Reststrom gespeist wird. So können die anderen Gebäude der Fakultät direkt vom Solarstrom profitieren, der Autarkiegrad der Stromversorgung steigt.
Auch die geplante Photovoltaik-Anlage des ehemaligen COPT-Gebäudes Ecke Eifelwall/Luxemburger Straße versorgt mit ihrem Strom zukünftig etwas Besonderes: Im Mai ging dort ein Stickstoffgenerator – auf Anregung der Wissenschaftler*innen – in Betrieb. Dieser dient zur dezentralen Gewinnung von Stickstoff, der für die Forschung benötigt wird. Damit wird zum ersten Mal die Forschung der Universität direkt von der nachhaltigen Stromgewinnung profitieren.
20. Juni 2025
Der Albertus-Magnus-Platz erhält ein neues Gesicht
Die Sanierung des Albertus-Magnus-Platzes läuft auf Hochtouren. Was ist geplant und wann sollen die Bauarbeiten beendet sein?
Der Albertus-Magnus-Platz wird seit etwa einem Monat saniert. Neu gestaltet wird der Bereich der Universität zwischen Philosophikum und Hauptgebäude, einschließlich des Bereichs direkt über der Universitätsstraße, der der Stadt Köln gehört. Die Universität möchte dem zentralen Campus der Universität wieder ein geschlossenes Bild geben und einen Platz schaffen, der nicht nur verkehrstechnisch allen Anforderungen der Stadt entspricht, sondern auch zum Verweilen einlädt. Mit den umfangreichen Sitzmöglichkeiten und einer zusätzlichen Begrünung in Hochbeeten wird der Platz der Universität ein offenes und modernes Gesicht verleihen. Als Zentralcampus der Universität ist der Albertus-Magnus-Platz nicht nur Knotenpunkt des inneruniversitären Verkehrs, sondern auch Begegnungsstätte mit dem Stadtteil sowie Ort des Gesprächs und des Lernens. Daher zielen die Bauarbeiten auch darauf ab, eine höhere Aufenthaltsqualität auf dem gesamten Gelände zu schaffen. Das Brückenbauwerk der Stadt Köln, auf dem sich ein Teil des Albertus-Magnus-Platzes befindet, wird im Zuge der Arbeiten ebenfalls ertüchtigt und abgedichtet. Nötig wurden die Arbeiten am Platz aufgrund des Baus der Fahrradgarage im Jahr 2021 und der angrenzenden Platzflächen.
Beginn auf der Westseite
Die Bauarbeiten haben letzte Woche mit der Absperrung einer Fläche im Westen des Platzes direkt vor dem Philosophikum begonnen. Bis zum 1. Quartal 2026 wird dann der Teil des Platzes zwischen Philosophikum und Hörsaalgebäude fertiggestellt sein. Im zweiten Bauabschnitt wird die „Brückenplatte“ über der Universitätsstraße bis zum Hauptgebäude erneuert. Der Platz wird insgesamt auf zwei Ebenen gebaut: einem tieferen am westlichen Ende vor dem Philosophikum und einem höheren auf dem übrigen Platz. Eine großzügige Rampentreppe überwindet den Höhenunterschied zwischen den beiden Platzniveaus. Ergänzend führt eine barrierefreie Rampe auf das untere Platzniveau vor dem südlichen Philosophikum sowie eine weitere Treppenanlage, die an das bodengebundene Leitsystem angebunden ist. Die neue Platzgestaltung wurde durch das Architektenbüro Studiogrüngrau entworfen. Die rund 9.500 Quadratmeter des zentralen Campusplatzes werden mit Grauwacke ausgelegt, einem harten Sandstein. Der Naturstein ist sehr gut geeignet für Plätze mit hoher Beanspruchung, ist frostbeständig, trittsicher, pflegeleicht und schmutzunempfindlich und wurde bereits an verschiedenen Orten in Köln verbaut.
Ein Platz zum Verweilen
In den Albertus-Magnus-Platz eingebunden ist die bereits fertiggestellte unterirdische Fahrradgarage, die nun überbaut wird. Ebenfalls Teil der Gestaltung wird der bestehende Pavillon an der Garageneinfahrt sein, für den die Universität zwei kleine Betriebe zur gastronomischen Versorgung der Hochschulmitglieder gewinnen konnten. Mit dem neuen Kunstwerk des Künstlers Martin Pfeifle und den beiden großzügigen Hochbeete werden gleichzeitig Sitzpodeste zum Verweilen einladen. Mehrstämmig gewählte Bäume sorgen mit ihrem breitem Blätterdach für einen ansprechenden grünen Kommunikationsraum, der im Sommer Schatten spendet. Die Baumscheiben werden mit Stauden und Gräsern und Zukunftsbaumarten bepflanzt.
In Ergänzung zu den bereits neu hergerichteten Bauabschnitten des Universitätsboulevards wird auch die westliche Seite der Universitätsstraße gestaltet, die an die Platzkanten trifft. Ein Teilbereich der PKW-Umfahrt am nördlichen Ende des Platzes wird ebenfalls gestalterisch mit eingebunden und in einem Farbasphalt hergestellt, dessen Farbton sich an die Grauwacke anpasst. Die Radwege werden durch ein anderes Fugenbild über die gesamte Platzflächen optisch kenntlich gemacht.
Was kommt an Änderung für die Nutzer*innen?
Am nördlichen und südlichen Brückengeländer des Platzes sind Bankkonstruktionen mit hohen Rückenlehnen vorgesehen, die auch den Verkehrslärm abschirmen. Die Parkplätze in der nördlichen Kurve werden dadurch entfallen. Während der Bauarbeiten ist auf dem Platz mit der Einfahrt von Baulastwagen zu rechnen. Eine Ampel regelt dabei den Verkehr auch für die Fußgänger. Um das Lernen und Forschen in diesem Zeitraum möglichst wenig zu beeinträchtigen, werden jeweils nur Teile des Platzes abgesperrt. Fahrräder können deswegen nicht mehr an den Bauzaun gekettet werden. Die Bauaktivitäten werden außerdem Rücksicht auf die Prüfungsphasen nehmen. Alle Absperrungen und Behinderungen der Nutzer*innen des Platzes werden zeitig über Social Media und Expresso kommuniziert werden.