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Q³UzK – ein systemischer Qualitätsansatz

Das Qualitätsmanagementsystem Q³UzK verankert in allen Leistungsdimensionen ein kriterienbasiertes Verständnis von Qualität. Dem dient ein systemischer Qualitätsansatz, der auf übergeordneten Qualitätsprinzipien beruht, jeweils auf spezifische Qualitätsziele für jede Leistungsdimension ausgerichtet ist und in konkrete Qualitätskriterien operationalisiert wird.

Der systemische Ansatz

Q³UzK gewährleistet für jede Leistungsdimension einen geschlossenen Qualitätskreis (PDCA-Zyklus): Im Rahmen der übergeordneten Qualitätsprinzipien werden für jede Leistungsdimension partizipativ Qualitätsziele formuliert und regelmäßig weiterentwickelt (PLAN). Diese werden anschließend in Qualitätskriterien operationalisiert, die die Umsetzung und die operative Arbeit leiten (ACT). Die Kriterienerfüllung wird mithilfe geeigneter Indikatoren und Monitoring-Instrumente überprüft, ergänzt durch externe Zertifizierungen und Audits (CHECK). Ergebnisse und Veränderungsbedarfe werden anschließend dialogorientiert identifiziert und über die bestehenden universitären Gremienwege und Entscheidungsprozesse in verbindlichen Vereinbarungen überführt (ACT).

Die Qualitätsprinzipien von Q³UzK

Die nachfolgenden ambitionierten Prinzipien beschreiben, wie wir an der Universität zu Köln Qualität sichern, steuern und weiterentwickeln. Sie charakterisieren das System Q³UzK und dessen Funktionsweise. Qualität an der UzK ist kontinuierlich und zukunftsorientiert darauf ausgerichtet, die Prinzipien in die tägliche Praxis umzusetzen.

1. Freiheit von Forschung und Lehre

Wir fördern und achten die Freiheit von Forschung und Lehre. Unser Ansatz zielt darauf ab, wissenschaftliche Exzellenz in allen Aktivitäten zu fördern und zu unterstützen, indem wir Freiheiten wahren und Möglichkeiten eröffnen.

2. Verantwortung der Wissenschaft und in der Wissenschaft

Wir begreifen wissenschaftliche Integrität sowie wertebasierte Forschung, Lehre und Transfer als entscheidende Faktoren für ein verantwortungsvolles und wirksames QM-System. Wir berücksichtigen die Folgen wissenschaftlicher Tätigkeiten und gesellschaftliche Erwartungen, um die Integrität und die Relevanz unseres Tuns für Wissenschaft und Gesellschaft sicherzustellen.

3. Wissenschaftsbasierung und -adäquatheit

Wir stellen sicher, dass die Instrumente sowohl wissenschaftlich fundiert als auch ausreichend auf die besonderen Bedarfe der Wissenschaft abgestimmt sind, indem wir die Auswirkungen und die Passung des Systems kontinuierlich reflektieren. Bewertungen beziehen stets quantitative und qualitative Daten sowie interne und externe Expertise ein (informed Peer Review).

4. Beständige und nachhaltige Erneuerung und Flexibilität

Wir gewährleisten Flexibilität und fördern die Fähigkeit zur kontinuierlichen und nachhaltigen Erneuerung. Wir konzentrieren uns auf evidenzbasierten Wandel und stellen den Bezug zur gesamtuniversitären Entwicklung sicher. Darüber hinaus reflektieren wir kontinuierlich Kosten und Nutzen und entwickeln unseren Ansatz und unsere Instrumente beständig weiter. Dabei nehmen wir aktuelle Entwicklungen im Wissenschaftsumfeld auf.

5. Information, Kommunikation und Transparenz

Wir gewährleisten niederschwellige, regelmäßige und transparente Information und Kommunikation.

6. Ko-Kreation, Participation und Verantwortlichkeit

Unsere Prozesse und die Weiterentwicklung des systemischen Ansatzes sind partizipativ und ko-kreativ gestaltet und beziehen alle Mitglieder, Statusgruppen und Gremien der Universität entsprechend ihrer Zuständigkeiten ein. Dies meint auch, Verantwortung und Rechenschaft für spezifische Aufgaben auf zentraler und dezentraler Ebene zu übernehmen.

7. Diskursivität, Dialogorientierung und Resonanz zwischen Fächerkulturen und Akteur*innen

Wir sichern und fördern einen respektvollen, dialogbasierten Dialog auf Augenhöhe sowie eine konstruktive und kritische disziplinäre und interdisziplinäre Reflexion durch Einzelpersonen und Gruppen.

8. Sensibilität für Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion

Unser Qualitätsansatz zielt darauf ab, Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion zu fördern und diese systematisch auf allen Ebenen zu verankern.

9. Lösungs- und zielorientiertes Montoring und Ermöglichung

Wir stellen ein lösungs- und zielorientiertes Monitoring und eine Kultur der Ermöglichung sicher, in der dem Qualitätsmanagement und der Qualitätsentwicklung eine unterstützende und fördernde Funktion zukommt und sie nicht einschränkend wirken oder unnötige Aufwände verursachen.

10. Zeitgemäße, nachhaltige und menschenzentrierte Nutzung der digitalen Transformation

Wir streben nach einfachen, effizienten digitalen Lösungen, die den Aufwand reduzieren, anstatt ihn nur zu verlagern oder zu erhöhen.

11. Kooperation im globalen Kontext

Unser Ansatz und unsere Qualitätsentwicklung wollen das Potenzial für Kooperation und Zusammenarbeit innerhalb der Universität, der Region, Europa und der Welt nutzen und ausschöpfen.

Governance und Wirkung

Q³UzK adressiert gleichrangig die operative, strategische und normative Ebene mit dem Ziel, Qualität nicht nur im Tagesgeschäft sicherzustellen, sondern auch die Qualitätsentwicklung zu fördern und einen evidenzbasierten Beitrag zur Gesamtstrategie der Universität und ihrer wesentlichen Einheiten zu leisten. Die verschiedenen Ebenen, von der normativen bis zur operativen, werden durch die kommunikative Ebene miteinander verbunden, was einen ständigen Austausch und Dialog zwischen den verschiedenen Akteur*innen gewährleistet.

LevelAktivitäten
Normativ
  • Identifizierung und Einigung auf die grundlegenden Aufgaben, Normen, Werte und Prinzipien der Universität
  • Reflexion über die Normen und Standards forschungs- und wissenschaftsorientierter Qualitätssicherung
Strategisch
  • Umsetzung von Aufgaben und Standards in Ziele und Pläne zu deren Erreichung
Operativ
  • Support und Monitoring der Umsetzung sowie Aufbereitung der Monitoring-Ergebnisse
Kommunikativ
  • Austausch und Dialog zwischen den Akteur*innen
  • Berichterstattung in Gremien und Kommissionen

Befunde und Ergebnisse von Q³UzK werden regelmäßig in der Rektoratskonferenz und auf Fakultätsebene diskutiert, um die Integration mit der gesamtuniversitären Entwicklung zu gewährleisten, und fließen in die strategische Planung der Universität, der Fakultäten und der Verwaltung ein. Um externe Qualitätsentwicklungsimpulse zu sichern und ihre Implementierung zu überprüfen, wird die strategische Planung jeder Fakultät und der Verwaltung zusätzlich alle sieben Jahre durch eine institutionelle Evaluation bewertet und validiert.

Q³UzK wurde zunächst für Studium und Lehre und anschließend für die Forschung eingeführt. Ziel ist es, bestehende Qualitätssicherungsinstrumente aus anderen Bereichen, wie beispielsweise Transfer und Forschungsinfrastrukturen, schrittweise zu integrieren.

Q³UzK Forschung

sichert die ganzheitliche, nachhaltige und kontinuierliche Qualitätsentwicklung und Erneuerung in der Forschung an der UzK

Q³UzK Lehre

ist ein lernendes System mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium

Weiterführende Informationen