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Lehransätze zum Bildungsverständnis

Das Bildungsverständnis der Universität zu Köln orientiert sich in erster Linie an ihrem Leitbild Studium und Lehre.

Die Universität zu Köln versteht sich als weltoffene und forschungsstarke Institution des 21. Jahrhunderts. Dabei verfolgt sie eine systematische, an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Strategie zur exzellenten fachlichen und überfachlichen Bildung und Kompetenzförderung. Mit ihrer Innovationskraft verpflichtet sich die Universität zu Köln, Lösungen für die globalen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu suchen und aufzuzeigen. Ihre Arbeit basiert auf regionaler Verantwortung und internationaler Vernetzung, wozu unter anderem ihre Mitgliedschaft in internationalen Zusammenschlüssen wie der European University for Well-Being (EUniWell) beiträgt. Mit Respekt und Wertschätzung für die unterschiedlichen Fächer und Fachkulturen engagieren sich alle Mitglieder der Universität zu Köln für die Umsetzung und Weiterentwicklung dieses Leitbildes und richten ihr Handeln an ihm aus.

In der Praxis bedeutet dies insbesondere

Digitale und hybride Lehre

Digitale Bildung ist dynamisch und zukunftsgerichtet. Sie ist der wissenschaftsgeleitete und forschungsbasierte Ansatz aller Akteur*innen der Universität zu Köln, um Souveränität in der digitalen Welt zu erlangen und eine gut begründete Haltung im Umgang mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln.

Mehr dazu auf unseren Webseiten Digitale Bildung @ UzK

Kompetenzorientierung

Das Lernen an der Universität zu Köln erfolgt kompetenzorientiert und zielt darauf ab, nicht nur Wissen, sondern Kompetenzen – die Verbindung von Wissen, Fähigkeiten und Haltungen – zu vermitteln und aufzubauen. Daher werden alle relevanten Kompetenzen – auch solche, die nicht klassischerweise in einer Vorlesung vermittelt werden, aber Teil eines Universitätsstudiums sind – in Kompetenzfeldern erfasst und durch Kompetenzmodelle operationalisiert. Teil der Kompetenzorientierung ist selbstverständlich eine moderne Hochschuldidaktik, die kompetenzorientiert prüft.

Neben fachlichen Kompetenzen stehen dabei insbesondere die Forschungs- und Wissenschaftskompetenzen, die profilgebend für die universitäre Bildung sind, im Zentrum. Zentrale Kompetenzfelder wie inter- und transdisziplinäre Kompetenzen, personale und soziale Kompetenzen, digitalisierungsbezogene Kompetenzen sowie Nachhaltigkeitskompetenzen sind außerdem explizite Qualitätsziele im Bereich Lehre und Studium.

Zukunftsrelevante Kompetenzen

Eine besondere Rolle, gerade mit Blick auf eine zukünfteorientierte Bildung, nehmen die sogenannten zukunftsrelevanten Kompetenzen ein. Dabei handelt es sich um Kompetenzen, die über die nächsten 5 bis 10 Jahre im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext wichtig werden, für die souveräne Handlungs- und Wirkfähigkeit einer*eines jeden Einzelnen relevant sind, die häufig fachübergreifend und interdisziplinär sind, aber fachbezogen angegangen werden können, und sich durch Aktualität und den dringenden Bedarf nach kritischer wissenschaftlicher Auseinandersetzung auszeichnen.

Der Erforschung und Vermittlung dieser Kompetenzen widmet sich die von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Innovationsplattform für zukunftsrelevante Kompetenzen (InZuKo).

Forschungsnahes Lehren und Lernen

Die universitäre Bildung zeichnet sich insbesondere durch das Zusammenspiel von Forschung und Lehre aus. Das forschungsnahe Lehren und Lernen bezeichnet daher als Oberbegriff alle (didaktischen) Ansätze, die Lernende an Forschung, meistens verstanden als Forschungsprozess, heranführen.

Dabei unterscheiden wir in unserem Konzept zum forschungsnahen Lehren und Lernen zwischen forschungsbasiertem Lehren und Lernen, forschungsorientiertem Lehren und Lernen sowie forschendem Lernen. Im Kern steht dabei immer der Anspruch, aktuelle Forschung in der Lehre aufzugreifen, aber wo immer möglich auch über die Rezeption der Ergebnisse hinauszugehen und zu erlernen, wie Forschung funktioniert, und ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Ergebnisse erzielt wurden.

Problem- und projektbasiertes Lernen

Neben dem forschungsnahen Lehren und Lernen verstehen wir das problem- und projektbasierte Lernen, das auch Teil der Qualitätsziele Lehre und Studium ist, als zentralen Baustein unseres Lehr-Lernkonzepts. 

Problem- und projektbasiertes Lernen sind zwei verwandte didaktische Ansätze, die das Handeln der Lernenden in den Vordergrund stellen. Lernende werden mit (idealerweise echten) Problemen oder Projekten konfrontiert, die sie dann (ko-kreativ) bearbeiten. Im Gegensatz zu kleinschrittigeren Ansätzen geht es hier darum, dass Lernende gleichzeitig verschiedene Kompetenzen erwerben und anwenden müssen, um die gegebene Herausforderung zu bewältigen.

Offene Bildung und Open Educational Resources

Wir streben eine möglichst offene Bildung an, die auf Open Educational Practices (OEP) und Open Educational Resources (OER) aufbaut. Ziel ist es, die universitäre Bildung demokratischer zu gestalten und zu öffnen, den Wissensaustausch zu stärken und das lebenslange Lernen zu unterstützen. Damit ist die offene Bildung Teil der Open-Science-Bewegung.

OER nehmen dabei eine besonders wichtige Rolle ein. Es handelt sich um Lern-, Lehr- und Forschungsmaterialien, die gemeinfrei sind oder urheberrechtlich geschützt und unter einer offenen Lizenz veröffentlicht sind, wodurch eine umfassende Weiter- und Nachnutzung – in und außerhalb der Universität – möglich wird.