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Positives Signal für ein gerechteres Bildungssystem

Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln begrüßt Bund-Länder-Initiative zur Verbesserung der Sprachförderung und fordert Zusammenwirken von Wissenschaft, Politik und Praxis.

Gestern haben das Bundesbildungsministerium, das Bundesfamilienministerium, die Kultusministerkonferenz und die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder eine gemeinsame Initiative zur Verbesserung der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung vereinbart.

Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache an der Universität zu Köln und Mitverfasser der wissenschaftlichen Expertise, die Bund und Länder im Vorfeld erstellen ließen, begrüßt die Entscheidung: „Ich freue mich, dass Bund und Länder den Empfehlungen der Expertise gefolgt sind. Wir  wissen bisher noch zu wenig darüber, wie eine wirksame Sprachförderung aussieht. Lehrkräfte fühlen sich nicht  ausreichend darauf vorbereitet, den Sprachförderbedarf ihrer Schüler zu erkennen und sie individuell zu fördern. Die Bund-Länder-Initiative ist ein positives Signal. Jetzt kommt es darauf an, Schnittstellen zwischen Wissenschaft,  Bildungsadministration, -praxis und -politik zu schaffen.“

Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache ist ein von der Stiftung Mercator initiiertes und gefördertes Institut der Universität zu Köln. Ziel des Instituts ist es, langfristig die sprachliche Bildung und Sprachförderung an deutschen Schulen zu verbessern. Es hat im Mai 2012 seine Arbeit aufgenommen. In den nächsten fünf Jahren wird
es Hochschulen dabei beraten, Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerausbildung zu verankern, Forschung im Feld Deutsch als Zweitsprache und Sprachförderung stärken sowie Lehrende und Schlüsselpersonen in der Lehrerfortbildung  qualifizieren.

Derzeit entwickelt das Institut ein Beratungs- und Förderprogramm für Universitäten, die Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerausbildung verankern wollen, sowie ein Forschungsprogramm, um praxisnahe und interdisziplinäre Forschung zu fördern. Darüber hinaus berät es als wissenschaftlich unabhängiges Institut Bildungspolitik, -administration und -praxis zum Thema Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache.

 


Kontakt:

Anna Kleiner
Kommunikationsmanagerin
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Tel. 0221 – 470 7700
anna.kleinerSpamProtectionmercator.uni-koeln.de
www.mercator-institut-sprachfoerderung.de