Get Together 2026
Am 21. Januar 2026 feierten mehr als 300 Stipendiatinnen und Stipendiaten, Förderinnen und Förderer sowie Universitätsvertreter ein fröhliches Get Together im Rautenstrauch-Joest-Museum.
Auf der Bühne gab es dieses Mal einen Blick in die (mögliche) Zukunft unserer Stipendiat*innen und ein engagiertes Plädoyer für die gezielte Förderung von MINT-Lehramtsstudierenden. Das Gespräch mit dem ehemaligen Stipendiaten Habib Bendella zeigte, was mit gezielter Förderung alles möglich ist. Und der Talk mit Judith Kleinemeyer (Ford Philanthropy) und ihrer Stipendiatin Lena Kloft machte deutlich, dass gute MINT-Lehrer*innen ein entscheidender Baustein für unsere Zukunft sind.
MINT-Lehramtsförderung und ein Blick in die Zukunft
Professor Joybrato Mukherjee, Rektor der Universität zu Köln, freute sich über die Gelegenheit, Förderer sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten kennenzulernen. „Für mich ist das Schönste an unseren Stipendienprogrammen, dass es neben der finanziellen Förderung wertvolle Impulse für alle Beteiligten gibt.“, so der Rektor in seinem Grußwort.
Ein gutes Beispiel dafür sind Judith Kleinemeyer von Ford Philanthropy und ihre Stipendiatin Lena Kloft. Sie machten im Gespräch deutlich, wie wichtig die gezielte Förderung von MINT-Lehramtsstudierenden ist - gesellschaftlich und wirtschaftlich. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Lehramtsstudierende besonders von der Wertschätzung durch ein Stipendium profitieren. Denn oftmals werden ihre Leistungen übersehen oder im Vergleich mit anderen Studiengängen seltener gefördert. Gerade die Anerkennung durch ein großes Wirtschaftsunternehmen ist ungewöhnlich und besonders hilfreich.
Im zweiten Talk konnten die Stipendiat*innen und Förderer einen Blick in die Zukunft werfen: Priv.-Doz. Dr. Habib Bendella berichtete im Gespräch mit Moderator Dr. Sven Baszio von seinem erfolgreichen Werdegang als Mediziner. Er wurde bis 2012 von Prof. Dr. Reinhold und Felicitas Frowein (†) gefördert und ist sich sicher, dass er ohne deren Unterstützung heute nicht da wäre, wo er ist. Denn erst Professor Frowein hat ihn für die Neurochirurgie begeistert. Heute ist Habib Bendella erfolgreich in der Wirbelsäulenchirurgie tätig und hat vor kurzem in diesem Gebiet habilitiert. So wie er haben rund 30 Studierende über zehn Jahre von der großzügigen privaten Förderung des Ehepaars Frowein profitiert.
Fabelhafte Stimmung dank musikalischer Talente
Mit einem Lied aus dem Film “Die fabelhafte Welt der Amelie” sorgte die Stipendiatin Laura Scholze gleich zu Beginn des Abends für eine beschwingte Stimmung. Die Studentin der Geowissenschaften ist seit diesem Wintersemester Deutschlandstipendiatin an der Uni Köln. Nach ihrer Ausbildung und Dualem Studium bei Infineon in Dresden hat sie ihr Wissensdurst nun an die Universität gezogen. Seit über 10 Jahren spielt sie leidenschaftlich Klavier.
Den zweiten musikalischen Beitrag gab es von Murtaza Abbas, der sich das Klavierspielen selber beigebracht hat. Nach einem langen Visaprozess ist er "just in time" zum Get Together in Köln angekommen. Bisher studierte er Wirtschaftswissenschaften an der National University of Science & Technology in Islamabad (Pakistan) und setzt jetzt sein Studium mit einem Deutschlandstipendium an der Universität zu Köln fort.
Urkundenübergabe, gute Gespräche, Kultur und Spaß
Nach dem offiziellen Programm wurden die Urkunden von Vertreter*innen der Fakultäten an die Geförderten überreicht. Danach gab es Zeit für gute Gespräche und neue Verbindungen. Ein Besuch der Sonderausstellung „Missionssammlungen ausgepackt“ rundete für viele den Abend ab. Zudem sorgte die Fotobox für Vergnügen bei den Gästen.
4.804 Stipendien und rund 17,5 Millionen Euro seit 2009
Ermöglicht werden alle Stipendien durch engagierte Unternehmen sowie Vereine, Stiftungen, Privatpersonen und Alumni der Hochschule. Rund 150 Fördernde und Spender*innen engagieren sich für eine gute akademische Ausbildung junger Menschen. Das Deutschlandstipendium wird zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln finanziert, zur Hälfte von privaten Geldgebern. Seit 2009 wurden insgesamt 4.804 Stipendien mit rund 17,5 Millionen Euro unterstützt.
Bei der Auswahl der Deutschlandstipendiat*innen spielen neben guten Abitur- und Studienleistungen auch die persönliche Biografie sowie soziales Engagement eine Rolle. Neben den 232 leistungsorientierten Deutschlandstipendien werden aktuell 18 Sozialstipendien und zehn Inklusionsstipendien vergeben. Erstmals mit dabei: Zwei Stipendiatinnen in der neuen Förderlinie “Talentscouting meets Sozialstipendium”.