Sommersemester 2026
Sustainability Lunch Talk Series
Umweltgerechtigkeit, Transdisziplinarität und Nachhaltigkeit in Forschungsverbünden
Im Sommersemester 2026 bot der Sustainability Research Hub mit drei Sustainability Lunch Talks erneut Gelegenheit für fachlichen Austausch und Vernetzung unter Forschenden der Universität zu Köln. Die Veranstaltungstermine am 20. April, 18. Mai und 22. Juni 2026 setzten dabei drei thematische Schwerpunkte. Inhaltlich reichte das Spektrum von Umweltgerechtigkeit und transdisziplinärer Zusammenarbeit bis hin zur Verankerung von Nachhaltigkeit in großen Forschungsprojekten und -verbünden.
UmweltgeRECHTigkeit – Juristische Perspektiven auf die Nachhaltigkeitstransition
Den Start bildete am 20. April 2026 das Thema „UmweltgeRECHTigkeit – Juristische Perspektiven auf die Nachhaltigkeitstransition“. Fabian Anheier beleuchtete in seinem Beitrag „Klimagerechtigkeit durch Klimahaftung? – Wer trägt die Kosten der Klimakrise?“ Fragen rund um Gerechtigkeit und Haftung im Zuge des Klimawandels. Prof. Dr. Joachim Hennrichs stellte in seinem Vortrag „Der Beitrag des Unternehmensrechts im Kampf gegen den Klimawandel“ die Rolle von Unternehmen und Unternehmensrecht für Klimaschutz und grüne Transformation heraus.
Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung – Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft
Am 18. Mai 2026 lag der Fokus auf „Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung – Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft“. Prof. Dr. Roman Bartosch und Tanya Gautam präsentierten mit „Ecological Transformation Through Music and Literature: Transdisciplinary Research in the Project Eco-lit“ die Einbindung von Musik und Literatur in transdisziplinäre Ansätze zur ökologischen Transformation. Prof. Dr. Franz Krause stellte in seinem Vortrag „Gemeinsam Wissen Schaffen: Umweltethnologische Forschung zum Klimawandel mit indigenen Partnern“ Formen der gemeinsamen Produktion von Umwelt- und Klimawissen vor.
From Structure to Practice – Sustainability-Oriented Research in Large-Scale Projects and Research Consortia
Die dritte Session am 22. Juni 2026 widmete sich unter dem Titel „From Structure to Practice – Sustainability-Oriented Research in Large-Scale Projects and Research Consortia“ der Umsetzung von Nachhaltigkeit in großen Forschungsverbünden. Dr.in Valentina Piano zeigte in „Sustainable Science in the CRC1218: Small Changes, Big Impact“ konkrete Maßnahmen unter anderem zu Reisen, Mobilität, Laborbetrieb, Beschaffung und Abfall auf. PD Dr. Volker Ossenkopf-Okada berichtete in „Practical Experiences from a CRC Sustainability Board“ aus der Arbeit eines Nachhaltigkeitsboards und thematisierte dabei unter anderem CO₂-Emissionen, Datenverfügbarkeit, Zeit- und Ressourcenbedarf sowie institutionelle Herausforderungen.
Die drei Lunch Talks beleuchteten damit unterschiedliche Ebenen nachhaltigkeitsorientierter Forschung: von Fragen der Gerechtigkeit über die gemeinsame Wissensproduktion bis hin zur praktischen Verankerung von Nachhaltigkeit in Forschungsstrukturen und -prozessen. Der Austausch zwischen den Teilnehmenden ermöglichte es, Perspektiven zusammenzubringen und Erfahrungen aus diversen Forschungszusammenhängen zu teilen.