Hitzetage und Hitzewellen nehmen im Zuge des Klimawandels deutlich zu, wodurch auch die Gesundheitsrisiken steigen. Die sichere Anwendung von Medikamenten gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, da bestimmte Arzneimittel hitzebedingte Risiken verstärken können. Vor diesem Hintergrund wurde die CALOR-Liste im Rahmen des Forschungsprojekts ADAPT-HEAT unter Leitung von Prof.in Dr. Beate Müller vom Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln gemeinsam mit zahlreichen weiteren Institutionen entwickelt.
Die Handlungshilfe unterstützt medizinisches Fachpersonal dabei, hitzebedingte Risiken bei der Arzneimitteltherapie frühzeitig zu erkennen. Ergänzend sollen laienverständliche Materialien Patient*innen dabei helfen, Warnzeichen während Hitzeperioden selbstständig zu erkennen und so das Gesundheitspersonal entlasten.
Das Projekt zielt darauf ab, eine anwendbare Strategie zur Arzneimitteltherapiesicherheit bei Hitze zu etablieren und dadurch Gesundheitsstörungen vorzubeugen. Damit leistet die CALOR-Liste einen wichtigen Beitrag zu einer Gesundheitsversorgung, die besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet ist.
Weitere Informationen: https://www.uk-koeln.de/uniklinik-koeln/aktuelles/detailansicht/calor-liste-zur-arzneimittel-therapiesicherheit-bei-hitze-veroeffentlicht/