Übersicht
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Q³UzK Forschung
Die Universität zu Köln ist als forschungsstarke Volluniversität und bekennt sich zur Freiheit der Forschung und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Ihre profilprägende Forschungsexzellenz existiert in einem breiten Spektrum, von der Individualforschung bis zur Verbundforschung. Dies kommt auch in den drei Ebenen ihres Forschungsprofils zum Ausdruck:
- Key Profile Areas (KPA)
- Emerging Groups (EG)
- Unabhängig Forschende
Q³UzK Forschung zielt auf eine ganzheitliche, nachhaltige und kontinuierliche Qualitätsentwicklung und Erneuerungsfähigkeit der Forschung auf diesen Ebenen.
Qualitätsziele in der Forschung
Die nachfolgenden Qualitätsziele stellen den Orientierungsrahmen für die Qualitätssicherung und -entwicklung auf allen Ebenen des Forschungsprofils dar:
1. Exzellente Forschung mit hohem wissenschaftlichem Impact
Wir fördern methodisch fundierte, international sichtbare, innovative und relevante Forschung von hoher wissenschaftlicher Qualität, Wirkung und Integrität.
2. Wissenschaftliche Integrität und Verantwortung
Unsere Forschenden arbeiten lege artis und beachten die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und guter Führung in der Wissenschaft. Sie reflektieren ethische Grenzen, potenzielle Risiken und die Folgen ihrer Forschung. Sie handeln verantwortungsbewusst und verantwortungsvoll. Die Universität unterstützt sie dabei.
3. Forschung mit prägendem Einfluss auf die Universität und ihre Leistungsdimension
Wir fördern und unterstützen Forschung, die das Potenzial der Universität als forschungsstarke Volluniversität ausschöpft und in die Lehre, den Transfer sowie die institutionelle Entwicklung der Universität wirkt.
4. Offene Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung
Unsere Forschung soll gesellschaftliche Probleme, Herausforderungen und Veränderungen einbeziehen und reflektieren sowie gesellschaftlichen Wandel ermöglichen. Sie soll offen, transparent und kommunikativ gegenüber der Außenwelt sein, Akteur*innen aus Praxis, Gesellschaft und Politik einbinden, die Wissenschaftskommunikation stärken und Wirkung erzielen.
5. Interdisziplinäre und transdisziplinäre Forschung
Unsere Forschenden nutzen das gesamte wissenschaftliche, interdisziplinäre und strukturelle Potenzial unserer Universität, des Kooperationsraums Rheinland, Europas und der Welt, um herausragende Forschungsergebnisse zu erzielen.
6. Vielfalt und Chancengerechtigkeit in der Forschung
Wir stärken Vielfalt, Chancengerechtigkeit und inklusive Forschungsstrukturen als Grundlage für innovative Forschung.
7. Technologie- und datengetriebene Forschung
Wir erschließen das Potenzial neuer Technologien wie KI und schaffen Kapazitäten, Fachwissen und Reflexionsfähigkeit, indem wir angemessene Kompetenzen, Unterstützung und Strukturen bereitstellen und entwickeln, etwa im Forschungsdatenmanagement.
8. Nachhaltige und nachhaltigkeitsorientierte Forschung
Wir fördern Forschung, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt und Nachhaltigkeitsaspekte in Forschungsagenden, Forschungsprozesse und die Forschungsorganisation integriert.
9. Attraktives Forschungsumfeld
Wir schaffen bestmögliche Bedingungen, Unterstützung und Freiräume für neugiergetriebene und anwendungsorientierte Forschung auf individueller, kooperativer und institutioneller Ebene. Dazu gehören modernste Infrastrukturen und Technologien sowie flexible Finanzierung und Anreize, die allgemeinen Arbeitsbedingungen und kreative Freiheit.
10. Strategisches, datengestütztes und menschenzentriertes Controlling und Entwicklung
Wir analysieren die Forschungsleistung und entwickeln sie auf Basis transparenter Daten, qualitativer Bewertung und partizipativer Governance systematisch weiter.
Qualitätskriterien in der Forschung
Die Qualitätsziele werden für jede der drei Ebenen des universitären Forschungsprofils in geeignete Qualitätskriterien operationalisiert. Diese sollen so konkret wie möglich, ohne übermäßigen Aufwand messbar und gleichzeitig weit genug gefasst sein, um die Vielfalt exzellenter fachlicher und interdisziplinärer wissenschaftlicher Leistungen abbilden zu können. Sie sollen sich sowohl auf quantitative, messbare und auf qualitative Indikatoren stützen und stets eine Begutachtung durch peers beinhalten.
(1) Key Profile Areas
Die Key Profile Areas (KPAs) sind thematisch definierte, interdisziplinäre, interinstitutionelle Einheiten, die auf einer strukturellen Ebene Forschungsschwerpunkte der Universität zusammenführen und diese strategisch weiterentwickeln.
Eine Key Profile Area muss bei ihrer Einrichtung sechs der folgenden Kriterien erfüllen. Zusätzlich zu diesen standardisierten Qualitätskriterien legt jede KPA weitere fachspezifische Qualitätskriterien fest, um ihre Entwicklung zu dokumentieren.
1. Gemeinsames Thema mit hoher wissenschaftlicher und/oder gesellschaftlicher Relevanz
- qualitativ nachgewiesen (peer assessment)
2. Kritische Masse
- nachgewiesen durch mind 20 beteiligte Wissenschaftler*innen der UzK
3. Externe Förderung durch kollaborative Programme
- nachgewiesen durch mindestens einen geförderten Exzellenzcluster oder mindestens einen SFB oder Transregio sowie ggf. weitere kollaborative Förderung (etwa DFG- Schwerpunktprogramme, [Klinische] Forschungsgruppen, Großprojekte des BMFTR, Förschungsförderung des Landes NRW)
4. Exzellenz der beteiligten Wissenschaftler*innen
- nachgewiesen durch mindestens zwei Alexander von Humboldt-Professuren, ERC Advanced oder Consolidator Grants, Heinz Maier Leibnitz-Preise, Leibniz-Preise, Heisenberg-Professuren oder highly cited reseachers
- nachgewiesen durch mindestens zwei ERC Starting Grants, Emmy Noether-Nachwuchsgruppen, Helmholtz-Nachwuchsgruppen
5. Nachgewiesene Interdisziplinarität
- nachgewiesen durch interdisziplinäre Publikationen, wobei unter den fünf wichtigsten Publikationen mindestens eine interdisziplinäre sein sollte, sowie mindestens ein interdisziplinäres Drittmittelprojekt, sowie ggf. weitere Aktivitäten wie Lehrveranstaltungen
6. Kooperation mit regionalen oder internationalen Partnern
- nachgewiesen durch mindestens ein extern gefördertes Forschungsvorhaben mit externen Partnern, sowie ggf. weitere Aktivitäten
7. weitere fachspezifische Indikatoren für Exzellenz (ggf.)
Bei der Entscheidung über die weitere Förderung werden zudem die folgenden zwei Kriterien herangezogen, um den Beitrag der Key Profile Area zur gesamtinstitutionellen Entwicklung in allen Leistungsdimensionen und strategischen Handlungsfeldern zu bewerten:
8. Beiträge zu den Leistungsdimensionen Lehre, Transfer, Forschungsinfrastrukturen und den Handlungsfeldern Internationalisierung, Diversität und Unterstützung für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen
- Qualitativ nachgewiesen, etwa durch strukturelle Förderung von Aktivitäten in den akzessorischen Leistungsdimensionen und den strategischen Handlungsfeldern
9. Beitrag zur gesamtinstitutionellen Entwicklung
- Qualitativ nachgewiesen durch z B Strukturbildung durch die Key Profile Area, Beiträge zur strategischen Hochschulentwicklung
Die zugehörigen Indikatoren werden anhand von Berichten der Sprecher*innen der Key Profile Areas und (künftig) das Forschungsinformationssystem der Universität kontinuierlich gemonitort. Das Monitoring dient dazu, die Erfüllung der Qualitätskriterien nachzuhalten. Dies erfolgt durch interne Statusbesprechungen, Selbstberichte und externe Begutachtung. Dies ermöglicht es, die Erfüllung der Kriterien zu beurteilen und gewährleisten so ein Qualitätsmanagement im Einklang mit wissenschaftlichen Standards.
(2) Emerging Groups im Rahmen des „Excellent Research Support Program“
Das „Excellent Research Support Program“ (ERSP) der Universität zu Köln gibt Impulse für mehr akademische Freiheit und größere Forschungsflexibilität. Die ERSP-Förderung unterstützt dabei gezielt Projekte mit dem Potenzial, sich zu großen, extern finanzierten Forschungskonsortien zu entwickeln. Über die Förderung entscheidet das Rektorat auf Grundlage schriftlicher Begutachtungen durch externe Peers und Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats.
In diesem Rahmen zielen Emerging Groups darauf ab, neue Forschungsrichtungen zu erschließen und so neue Impulse für die Forschung an der Universität zu Köln zu setzen.
Qualitätskriterien für Emerging Groups sind
- Wissenschaftliche Exzellenz und Kohärenz des Verbundvorhabens
- Eröffnung neuer Forschungsschwerpunkte
- Ausgewiesenheit der beteiligten Wissenschaftler*innen
- Strategische Bedeutung und Profilbildung für die Universität
- Bedeutung für Internationalisierung, Gleichstellung und Lehre an der Universität zu Köln
(3) Unabhängig Forschende
- Qualitätskriterien auf der Ebene der unabhängig Forschenden spielen besonders bei der Bewertung der Forschungsleistung im Rahmen von Leistungsbewertungen, beispielsweise innerhalb von Evaluierungsverfahren für befristete Professuren und Tenure-Track-Professuren oder bei der Vergabe leistungsbezogener Bezüge, eine Rolle. Sie gelten zudem im Auswahlverfahren für die internen Zukunftspreise des ERSP.
Qualitätskriterien für die Forschung auf individueller Ebene umfassen
- Qualität, Originalität und Plausibilität der Forschungsleistungen (durch Peer-Review bewertet)
- Wirkung der Forschungsleistungen (gesellschaftliche Relevanz, Beitrag zur Entwicklung eines Forschungsfeldes, Zitate; durch Peer-Review bewertet)
- Quantität der Forschungsleistungen (Publikationen, Drittmittel; durch Peer-Review bewertet)
- nachgewiesene individuelle Exzellenz (nachgewiesen durch peer-reviewte Einzelauszeichnungen, Preise und Förderungen, z. B. ERC-Förderungen)
- akademische Führungsrollen (nachgewiesen etwa durch die Koordination eines Großprojekts, einer Graduiertenschule,...)
- individuelle Beitrag zu anderen Leistungsbereichen und Handlungsfeldern (Lehre, Transfer, Förderung von Wissenschaftler*innen in früheren Karrierephasen,...; durch Peer-Review bewertet)
- individuelle Beiträge zur gesamtinstitutionellen Entwicklung (etwa über Engagement in der akademischen Selbstverwaltung; durch Peer-Review bewertet).