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| Neue Professor*innen

Professorin Dr. Tanja Groten

Professorin Dr. Tanja Groten ist von der Universitätsklinik Jena nach Köln gewechselt. Als Leiterin der Klinik und Poliklinik für Geburtsmedizin der Uniklinik Köln sowie der Medizinischen Fakultät möchte sie nicht nur die Versorgung von Schwangeren weiter verbessern, sondern auch die Forschung vorantreiben und innovative Ansätze entwickeln. Einen Versorgungsschwerpunkt sollen Frauen mit gesundheitlichen Besonderheiten bilden.

So bringen beispielsweise Frauen, die wegen eines unerfüllten Kinderwunsches behandelt werden, oft gesundheitliche Probleme mit, die sich in der Schwangerschaft fortsetzen. Häufig ist in der Schwangerschaft alles auf das Kind fokussiert, doch aus Grotens Sicht brauchen auch Frauen eine besondere Fürsorge, insbesondere nach der Schwangerschaft. 

Tanja Groten möchte Strukturen für eine Nachsorge schaffen, die den Müttern nach der Geburt eine Betreuung ermöglichen. Dies gilt besonders für Mütter, die in der Schwangerschaft einen Diabetes oder eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung entwickelt haben. Damit fügen sich ihre Schwerpunkte ideal in die Arbeit des Centrums für Familiengesundheit (CEFAM) ein, in dem die Uniklinik Köln die umfassende gemeinsame Betreuung von Familien in den Fokus genommen und auf den Weg gebracht hat.

In Jena war Professorin Groten als Stellvertretende Klinikdirektorin und Professorin für Geburtsmedizin und maternale Gesundheit tätig. Sie leitete dort das Kompetenzzentrum für Diabetes und Schwangerschaft und prägte maßgeblich die Betreuung von Schwangeren mit Diabetes. Seit 2019 ist sie anerkannte Diabetologin (DDG). Sie hat sich darüber hinaus mit ihrer Arbeit zu einem zentralen Thema der modernen Geburtshilfe – den kardiovaskulären Wechselwirkungen in der Schwangerschaft, insbesondere bei Präeklampsie – einen Namen gemacht. Ein Höhepunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit war die Leitung der PETN-Studie (2017–2022), einer wegweisenden multizentrischen Untersuchung zur Prävention und Therapie von Schwangerschaftskomplikationen.

Tanja Groten hat Medizin, Philosophie und Germanistik studiert. Nach ihrem Studium der Medizin an der RWTH Aachen und einem Forschungsaufenthalt in den USA hat sie ihre Karriere mit einem besonderen Fokus auf wissenschaftliche Innovation und klinische Spitzenmedizin gestaltet. Stationen wie die Leitung der Arbeitsgruppe »Endothel im Plazentalabor« oder ihre Habilitation zu plazentaassoziierten Schwangerschaftskomplikationen spiegeln ihre Forschungsleidenschaft wider. 2015 erhielt sie den Credé-Preis der Gesellschaft für Perinatale Medizin.