Professorin Dr. Anne Haour wurde auf den ersten Lehrstuhl für Afrikanische Archäologie am Institut für Ur- und Frühgeschichte, Forschungsstelle Afrika, berufen, eine Berufung, die das seit Jahrzehnten bestehende internationale Profil in der Archäologie der Universität zu Köln weiter stärkt.
Anne Haour war zuvor Professorin für Kunst und Archäologie Afrikas an der University of East Anglia, Vereinigtes Königreich. Professorin Haour ist in ihrer Forschung spezialisiert auf das Mittelalter in Westafrika und dem Indischen Ozean. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Zeit von 500 bis 1500 n. Chr. und untersucht, wie ausgegrabene Gegenstände politische und kulturelle Verbindungen widerspiegeln und in der Vergangenheit zur Identitätsbildung beigetragen haben. Dabei war ihr eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den Bereichen Geschichte und kulturelles Erbe wichtig. Im Laufe ihrer Forschung hat Anne Haour ein besonderes Interesse an der Analyse von Keramik und Kaurimuscheln entwickelt.
Ihre Arbeit wurde durch hohe Zuschüsse des Europäischen Forschungsrats, des Leverhulme Trust und des Climate and Adaptation Resilience Programme (CLARE) unterstützt. Sie hat große Forschungsprojekte in Benin, Nigeria, Niger und auf den Malediven geleitet und war in Ghana, Senegal und Sudan in Museen und Gemeinden tätig.
In den 1990er Jahren studierte Haour »Archaeology and Anthropology« und »Research Methods for the Humanities« in Oxford und London. 2002 promovierte sie an der University of Oxford. Zu ihren ersten Stationen in der archäologischen Ausgrabung gehörten Arbeitsaufenthalte im Vereinigten Königreich, in Belize und der Schweiz.