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| Neue Professor*innen

Professor Dr. Andreas Winter

Professor Dr. Andreas Winter ist mit einer Alexander-von-Humboldt-Professur als W3-Professor auf den neuen Lehrstuhl für »Quantum Information and Computing« berufen worden. Er wird in Zukunft dazu beitragen, die Informatik mit den jüngsten Entwicklungen der Quantentechnologien zu verbinden. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit fünf Millionen Euro der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands und holt internationale Spitzenforscher*innen an deutsche Universitäten.

Das Forschungsfeld der Quanteninformation befasst sich mit der Theorie und Anwendung von Informationen, die durch die Gesetze der Quantenmechanik beschrieben werden. Während klassische Information auf Bits basiert, die nur die Zustände 0 und 1 annehmen können, verwendet die Quanteninformation Quanten-Bits (Qubits). Ein Qubit kann sich in einer Überlagerung der Zustände 0 und 1 befinden, und mehrere Qubits können verschränkt sein, was zu neuen Möglichkeiten der Informationsverarbeitung und Kommunikation führt.
Andreas Winter leistet auf diesem Gebiet, das interdisziplinär Physik, Mathematik, Informatik und Kommunikation verbindet, wegweisende Grundlagenforschung und hat die Quanteninformatik in den letzten zwei Jahrzehnten mit einem kontinuierlichen Strom von bahnbrechenden Beiträgen geprägt. Er beschäftigt sich vor allem mit der Quanten-Shannon-Theorie. Sie untersucht die ultimativen physikalischen Grenzen der Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Information. Andreas Winters Arbeit verbindet Informationstheorie mit Physik und Informatik, und regt Entwicklungen an, die von konkreten physikalischen Anwendungen bis hin zu grundlegender Mathematik reichen.

Andreas Winter studierte Mathematik in Konstanz und Berlin und promovierte 1999 an der Universität Bielefeld. Anschließend ging er an die Universität Bristol, Vereinigtes Königreich, wo er im Jahr 2006 zum Professor für »Physics of Information« ernannt wurde. 2012 wurde er an die Universitat Autònoma de Barcelona, Spanien, berufen. Seine Projekte wurden unter anderem mit einem ERC Advanced Grant gefördert, und seine Arbeit ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt 2022 einem Humboldt-Forschungspreis und dem Hans Fischer Senior Fellowship der Technischen Universität München.