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| Neue Professor*innen

Professor Dr. Andreas Horn

Professor Dr. Andreas Horn, bisher Harvard Medical School, wird zum 1. Mai 2025 die Schilling-Stiftungsprofessur im Bereich der Computationalen Neurologie übernehmen. Die Professur wird von der Hermann und Lilly Schilling-Stiftung mit drei Millionen Euro über eine Laufzeit von acht Jahren gefördert. 

Horn, der zuvor eine Professur in Neurologie an der Harvard Medical School inne hatte, kehrt im Mai nach Deutschland zurück und wird mit der Unterstützung der Stiftung in den nächsten Jahren an der Uniklinik Köln ein Institut für Netzwerkstimulation aufbauen. Kooperationspartner werden unter anderem die Klinik für Stereotaxie, die AG Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation (THS) und das Kölner Parkinson Netzwerk sowie die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie sein.

Die Computationale Neurologie macht sich computergestützte Verfahren zur Erweiterung des Verständnisses neurologischer Systemfunktionen zunutze. Künstliche Intelligenz (KI) erlaubt die Auswertung riesiger Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit. Hieraus ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der Neurologie, Psychiatrie, Neurochirurgie und Neuroradiologie. Insbesondere die Bildgebung feiner Zielstrukturen in der Tiefe des Gehirns stellt in der Neuroradiologie eine Herausforderung dar, die mit konventionellen Methoden schwer zu erzielen ist und Spezialsequenzen und -konzepte erfordert. Ein zentrales Verfahren, das bei verschiedenen Erkrankungen und vor allem Bewegungsstörungen nachweislich zu signifikanter Symptomlinderung führt, stellt die Tiefe Hirnstimulation (THS) dar. Hierbei werden Elektroden im Gehirn platziert, deren Impulse wie ein »Hirnschrittmacher« funktionieren. 

Ziel des von Professor Horn im Rahmen der Schilling-Professur für Computationale Neurologie entwickelten Gesamtkonzeptes ist es, diese Entwicklung durch ein entsprechendes Institut nach Deutschland zu bringen, und somit die neuen Möglichkeiten zur Diagnostik, Prävention und Therapie neurologischer Erkrankungen an einem renommierten Standort zu etablieren.