Privatdozentin Dr. Susanne Schregel wurde für ihre Kölner Habilitationsschrift Intelligenz. Eine Geschichte des Unterscheidens in Deutschland und Großbritannien (1880–1990) mit dem renommierten Carl Erdmann-Preis 2025 des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands ausgezeichnet. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis für die beste geschichtswissenschaftliche Habilitationsschrift der Jahre 2024/25 wurde ihr im Rahmen des 55. Deutschen Historikertags verliehen, der vom 16. bis 19. September 2025 in Bonn stattfand. Der Carl Erdmann-Preis würdigt Dr. Schregels exzellente wissenschaftliche Arbeit und ihre innovativen Beiträge zur Geschichtswissenschaft.
Wie wurde »Intelligenz« zu einem populären Begriff, der gesellschaftliche Untergleichheit erklären und rechtfertigen sollte, und welche Rolle spielte »Intelligenz« für die Praktiken der Unterscheidung von Menschen, Tieren und Maschinen? Nicht nur die Gegenwartsdebatten um »artificial intelligence« bekommen hier historische Tiefenschärfe. Im Herbst dieses Jahres wird die Studie im Campus Verlag erscheinen.
Dr. Susanne Schregel studierte Geschichte, Soziologie und Philosophie an den Universitäten Münster und Bielefeld und promovierte 2010 an der Technischen Universität Darmstadt. Von 2013 bis 2016 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Research Lab »Transformations of Knowledge« der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, dem Graduiertenkolleg der Philosophischen Fakultät. Die ausgezeichnete Arbeit basiert auf dem DFG-geförderten Forschungsprojekt »Un/doing Differences. Eine Geschichte der Intelligenz (Deutschland, Großbritannien, ca. 1880–1990)«, das Dr. Schregel von 2017 bis 2020 am Historischen Institut betrieben hat. Hochkarätige Fellowships führten Susanne Schregel unter anderem an das Deutsche Historische Institut London, das Historische Kolleg München, die Universität Kopenhagen und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.