Dr. Yury Litvinov ist zum W3-Professor am Institut für Kernphysik ernannt worden, in einer gemeinsamen Berufung (Jülicher Modell) zwischen der Universität zu Köln und dem GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.
Litvinov betreibt Forschung, die sich an der Schnittstelle von Atomphysik, Plasmaphysik, Kernstruktur und Astrophysik ansiedeln lässt. Zu diesem Zweck nutzt seine Gruppe Schwerionenspeicherringe, die ein Alleinstellungsmerkmal des GSI Helmholtzzentrums sind. Darüber hinaus entsteht in Darmstadt eine neue Beschleunigeranlage der nächsten Generation, FAIR, die die Forschungsmöglichkeiten mit Schwerionen signifikant erweitern wird. Mit einem Außenposten des GSI Helmlotzzentrums in Köln ist vorgesehen, dass die Universität direkt an den modernsten Untersuchungen bei GSI/FAIR beteiligt sein wird.
Litvinov studierte Physik in St. Petersburg (Russland) und verteidigte seine Doktorarbeit an der Justut-Liebig-Universität Gießen. Abgesehen von einem zweijährigen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg verbrachte Litvinov seine gesamte wissenschaftliche Karriere am GSI Helmholtzzentrum. Er habilitierte sich 2011 an der Universität Heidelberg und wurde 2017 zum außerplanmäßigen Professor ernannt.