Dr. Till Breyer wurde zum W1-Professor für Neuere deutsche Literatur mit kultursoziologischem Schwerpunkt am Institut für deutsche Sprache und Literatur I ernannt.
Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutschsprachige, aber auch englisch- und französischsprachige Literatur der Moderne seit dem 18. Jahrhundert im Kontext der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, Fragen der Soziologie und ihrer literarischen Resonanzen sowie die verzweigten (Literatur-)Geschichten von Exil, Flucht und Gastfreundschaft. An der Universität zu Köln wird er in Forschung und Lehre kultursoziologische Themen, sozial- und geschlechtertheoretische Ansätze – mit einem Fokus auf soziale Peripherien – sowie die Perspektive einer kritischen Wissensgeschichte einbringen. Aktuell arbeitet er an einem Buch, das sich mit dem historischen Verhältnis von Literatur und Asylrecht befasst.
Nach seinem Studium in Regensburg und Wien unterrichtete er für ein Jahr an der Universität Oradea (Rumänien) und begann dann an der Humboldt-Universität zu Berlin mit seiner Doktorarbeit, in der er untersucht, wie in der Literatur des 19. Jahrhunderts die zeitgenössische politische Ökonomie und der historische Materialismus verarbeitet wurden. In den letzten Jahren forschte er verschiedentlich im Ausland, insbesondere im Rahmen eines Walter-Benjamin-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Aix-Marseille-Université sowie als Miller Fellow am Research Center for German and Austrian Exile Studies an der University of London.