Dr. Eva Pfannerstill ist seit dem 1. März 2025 W1-Professorin für Meteorologie am Institut für Geophysik und Meteorologie. Ihr Forschungsgebiet ist die Atmosphärenchemie mit einem Fokus auf Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Emissionen. Ihre Juniorprofessur beruht auf dem Jülicher Modell in Zusammenarbeit mit dem Institute of Climate and Energy Systems am Forschungszentrum Jülich. Am Forschungszentrum Jülich hat sie eine Helmholtz-Nachwuchsgruppe inne, in der sie sich mit den Auswirkungen von Klimastress auf die von Bäumen an die Luft abgegebenen organischen Spurengase und deren Einfluss auf die Luftqualität beschäftigt. Hierzu werden nicht nur Experimente in Pflanzenklimakammer und Atmosphären-Oxidationskammer durchgeführt, sondern auch Messflüge mit einem Zeppelin über Wäldern in NRW.
Nach dem Studium der Chemie und Chemischen Biologie an der Universität Jena und der Université de Montréal führte Eva Pfannerstill ihre Promotion am Max-Planck-Institut für Chemie durch. Mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung verbrachte sie ihren Postdoc an der University of California, Berkeley (USA), von wo aus sie Messflüge in Kalifornien durchführte, die die Wichtigkeit temperaturabhängiger Emissionen für die Luftverschmutzung aufzeigten.