Dr. Elisa Motori, Institut für Biochemie und CECAD Forschungszentrum, erhält eine Förderung im Rahmen des Plus 3-Programms der Boehringer Ingelheim Stiftung, um zu entschlüsseln,wie Gehirnmetastasen den neuronalen Stoffwechsel kapern.
Gehirnmetastasen, die von Krebsarten wie kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC), Melanom und Brustkrebs ausgehen, gehören zu den verheerendsten und therapeutisch am schwersten behandelbaren Stadiender malignen Erkrankung. Neue Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Tumorzellen – zunächst in primären Hirntumoren und kürzlich auch in metastatischen Situationen – funktionelle Synapsen mit Neuronen kooptieren können und sich physisch in die elektrischeSchaltung des Gehirns einbinden, um ihr eigenes Wachstum anzutreiben. Eine grundlegende Frage ist weitgehend unbeantwortet geblieben: Was passiert mit den Neuronen selbst, wenn Tumore das neuronale Netzwerk für Wachstumssignale anzapfen? Und wie verändertdiese synaptische Kapernung die Stoffwechsel-Landschaft des umgebenden neuronalen Gewebes?
Das Projekt von Dr. Motori nimmt einen grundlegend neuen Ansatz zu dieser Frage, indem es das Neuron – und nicht den Tumor – in den Mittelpunkt der Untersuchung stellt.
Die Förderung in Höhe von 900.000 Euro beginnt 2027 und zielt darauf ab, die Karrieren herausragender Nachwuchsgruppenleiter in Deutschland auf eine dauerhafte Professur hin zu beschleunigen.