Dr. Arshia M. Jacob, bisher Max-Planck-Institut für Radioastronomie, wurde zur W2-Professorin für Experimentalphysik (Beobachtende Astronomie, mit Tenure Track nach W3) ernannt. Ihre Forschung im Bereich der Astrochemie zielt darauf ab, die Lücke zwischen Beobachtungen und Theorie zu schließen, um die komplexen Prozesse, die unser Universum formen, zu entschlüsseln. Sie konzentriert sich in ihrer Forschung auf das Verständnis der grundlegenden Bausteine des galaktischen Ökosystems, das heißt der Sterne und ihrer Entstehung.
In ihrer Arbeit nutzt sie die diagnostische Aussagekraft von Moleküllinien und Spektroskopie, um die physikalischen und Anregungsbedingungen des interstellaren Mediums zu untersuchen. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel »Small Molecules, Big Impact«, die mit der Otto-Hahn-Medaille sowie dem Otto-Hahn-Preis ausgezeichnet wurde, hat sie am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn durchgeführt. In Anerkennung ihrer Arbeit erhielt sie zudem den Promotionspreis der Astronomischen Gesellschaft.
Nach ihrer Promotion ging sie als Postdoktorandin an die Johns Hopkins University, wo sie die Technologien zur Untersuchung kleiner Moleküle weiterentwickelte, um astrophysikalische Umgebungen besser zu verstehen. Später kehrte sie nach Deutschland zurück, um eine Otto-Hahn-Gruppe zu gründen, und ist derzeit auch als Max-Planck-Forschungsstipendiatin tätig.