Jump to main content

Masken eines Autors – Wer war Mishima Yukio?

Japanologen zeigen Ausstellung über Schriftsteller
 Der Lehrstuhl für Japanologie an der Uni Köln zeigt  mit der Tenri-Kulturwerkstatt die Ausstellung „Masken eines Autors“ über den japanischen Schriftsteller Mishima Yukio.

Mishima Yukio (1925-70) war nicht nur einer der stilistisch bedeutenden japanischen Schriftsteller der Nachkriegszeit, er verkörperte für einen Großteil seines Publikums auch wie kaum ein anderer die Einheit von Autor und Text, von Kunst und Leben. Spätestens mit seinem spektakulären öffentlichen Suizid, den er rückblickend betrachtet in zahlreichen seiner Romane und Kurzgeschichten angekündigt zu haben schien, wurde das Werk Mishimas fast ausschließlich über die Biographie des Autors rezipiert. Zugleich bestätigte sein Tod in den Augen vieler, gerade westlicher Beobachter, ein überwunden geglaubtes Japanbild: Mishima ist nicht zuletzt ein bis heute wirkungsmächtiges Symbol des traditionellen Japan wie auch seiner nationalistischen Überhöhung.

Die Ausstellung fragt auf der Grundlage von Mishimas Leben und Werk kritisch nach den aktuellen Funktionen und Wirkungen von Autor, Text, Gesellschaft und Publikum. Inwiefern ist es zulässig, zum Verständnis eines literarischen Textes Vita und Persönlichkeit des Autors heranzuziehen? Von welchen Dingen wird seine Selbst- und Fremdkonstruktion bestimmt? Was verraten uns unsere Bilder von diesem Autor über ihn? Und was über uns selbst?


Ort:    
 
Kartäuserwall 20, Köln


Wann: 

Ausstellungseröffnung am 15. Februar, 18 Uhr
Öffnungszeiten:  16 bis 19 Uhr
Montag, Mittwoch und Sonntag Ruhetag, der Eintritt ist frei   


Bei Rückfragen:

Moritz Sommet,
E-mail: <link>moritz.sommet@uni-koeln.de

Dr. Jörg Kruth,
E-mail:<link>joerg.kruth@uni-koeln.de
Tel: 0221/470-5444