Noch zwei Wochen bis zum Start der diesjährigen Tagung des Kompetenznetzes Lateinamerika an der Universität zu Köln. Unter dem Titel „Interdependencies of social categorisations“ findet vom
12.-14. September 2011 das zweite internationale Symposium im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln statt.
Im Zentrum der dreitägigen Tagung stehen Fragen wie: Was bedeutet es im Alltag einer lateinamerikanischen Migrantin in Europa, als undokumentiert, arm, eingewandert und als Frau wahrgenommen zu werden? Welche Stellung nehmen "indigene" Jugendliche, die zwar vom Land kommen aber ökonomisch erfolgreich sind, in unterschiedlichen Situationen ein? Doch das sind nur einige der Beispiele für die Wechselbezüge zwischen sozialen Identitäts- und Differenzkategorien über die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Ländern wie Brasilien, Mexiko, den USA, Großbritannien, Deutschland oder der Schweiz im Laufe des Symposiums berichten.
Neben einigen einführenden, theoretischen Vorträgen namhafter Wissenschaftler wie Floya Anthias oder Evelyn Nakano Glenn werden viele aktuelle Forschungsprojekte auch von DoktorandInnen und Postdocs des Kompetenznetzes vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten somit die Möglichkeit theoretische Ansätze kennenzulernen und bekommen Einblicke in aktuelle und historische Konfliktlinien sowie in Analysen sozialer Ein- und Ausschlüsse in verschiedenen Regionen Lateinamerikas. Auch andere Weltregionen wie etwa China werden punktuell zum Vergleich herangezogen.
Organisiert wird die Tagung vom Kompetenznetz Lateinamerika. Dies ist ein Zusammenschluss von Forschenden aus Köln, Bonn, Bielefeld, Hannover und Münster, der 2010 ins Leben gerufen wurde und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Ziel dieses interdisziplinären Netzwerkes ist die gezielte Stärkung und Erweiterung der auf Lateinamerika bezogenen Forschung sowie die gemeinsame Entwicklung innovativer methodischer und theoretischer Ansätze. Dabei spielen besonders die drei Leitkonzepte des Kompetenznetzes eine wichtige Rolle – „Ethnicity“, „Citizenship“ und „Belonging“. Sie werden auch bei der diesjährigen Konferenz genutzt, um soziale Inklusions- und Exklusionsphänomene zu analysieren.
Bereits die Veranstaltung des Vorjahres war ein großer Erfolg und trug zur Steigerung des internationalen Renommees des Kompetenznetzes Lateinamerika und der Universität zu Köln bei. Die Ergebnisse des Symposiums werden abschließend in einem Tagungsband veröffentlicht.
Was:
Internationales Symposium des Kompetenznetzes Lateinamerika zum Thema “Interdependencies of social catagorisations“
Wann:
12.09. - 14.09.2011
Wo:
Neuer Senatssaal und HS XII der Universität zu Köln
Bei Rückfragen:
Nelly Castro oder Sarah Albiez-Wieck
Kompetenznetz Lateinamerika
Cologne Centre for Area Studies
Universität zu Köln
Godesbergerstr. 10
50968 Köln
0221/470-5476 oder -5480
Internet:
<link http: www.kompetenznetz-lateinamerika.de zwei bis>www.kompetenznetz-lateinamerika.de