Zum Hauptinhalt springen

Land NRW fördert Technologiegebäude an der Universität zu Köln

Initiator Prof. Meerholz und Kanzler Dr. Stückradt nehmen von Ministerin Schulze den Zuwendungsbescheid entgegen
Um Unternehmen im direkten Umfeld der Wissenschaftler ansiedeln zu können, baut die Universität zu Köln ein Anwender- und Analytikzentrum für Organische Elektronik zur Vermietung an kleine und mittlere Unternehmen. Die Einrichtung wird unter der Leitung von Professor Klaus Meerholz funktionell so angelegt, dass dort organische Halbleiter hergestellt und mithilfe verschiedener Herstellungsmethoden zu elektronischen Bauteilen wie flexiblen Displays oder Solarzellen verarbeitet werden können. Zudem steht ein vielfältiges Repertoire neuester Analysemethoden zur Verfügung.

Der Innovationspreisträger 2010 des Landes NRW und Rektoratsbeauftragte für Technologietransfer der Universität zu Köln, Professor Klaus Meerholz, unterstreicht die herausragende Bedeutung des Neubaus für die Erforschung und Entwicklung der organischen Elektronik in NRW: „Zwischen einer guten Idee und deren Umsetzung in innovativen Produkten, die den Markt und unsere Gesellschaft bereichern, ist ein erheblicher Entwicklungsaufwand erforderlich. Die Universität zu Köln kann im Bereich von Entwicklungsprojekten auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen und ist zudem in der Organischen Elektronik über das Netzwerk COPT.NRW (Anm.: Center for Organic Production Technologies in North Rhine-Westphalia) landesweit bestens mit Akteuren entlang der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette vernetzt.“

Mit der Errichtung des Gebäudes betritt die Universität unternehmerisches Neuland, sieht sich aber aufgrund des großen Zuspruchs aus der Industrie und Politik auf einem guten Weg, den Hochschulstandort Köln mit dem Projekt voranzubringen. Kanzler Dr. Michael Stückradt stellt klar, dass das Gebäude ein wichtiger Bestandteil der Transferstrategie der Universität zu Köln und gleichermaßen auch des Zukunftskonzepts im Rahmen der Exzellenzinitiative darstellt. „Mit dem an der Universität zu Köln angesiedelten Zentrum für Organische Elektronik haben wir eine kooperierende Forschungseinrichtung, deren Expertise und Ausrichtung sich im Feld der Organischen Elektronik mit der an der Universität schwerpunktmäßig betriebenen Grundlagenforschung perfekt ergänzt. Daher freuen wir uns sehr, dass die Universität zu Köln dieses Projekt, das für die gesamte Region interessant ist, einwerben konnte.“

Das geplante Anwender- und Analytikzentrum an der Universität zu Köln ist ein zentraler Bestandteil der Initiative des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, ein optimales Umfeld für die Zukunftstechnologie „Organische Elektronik“ bereitzustellen. Das wirtschaftliche Potenzial ist groß: Experten schätzen das jährliche Marktvolumen der Organischen Elektronik weltweit auf 57 Milliarden US-Dollar bis 2019, und sogar 300 Mrd. USD bis 2027. Vor diesem Hintergrund hat die NRW-Landesregierung die Organische Elektronik als Zukunftstechnologie identifiziert und sie in ihr strategisches Förderprogramm aufgenommen. Für die Initiative stehen über 50 Mio. € an Projektmitteln zur Verfügung, bestehend aus Fördermitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Eigenmitteln von Industrie und Forschungseinrichtungen. 12 Mio. € dieser Mittel stehen für das Anwender- und Analytikzentrum zur Verfügung.

Das Ministerium hatte bereits 2011 die Gründung des COPT.NRW angestoßen, einen Verbund aus Partnern der Wirtschaft und Wissenschaft in der organischen Elektronik. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, die Akteure in NRW zu vernetzen, um ihre heute schon gute Position mit Schwerpunkt in der Maschinen- und Verfahrensentwicklung weiter auszubauen. Mit dem Gebäude wird ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Organische Elektronik in NRW realisiert.  Durch diese Maßnahmen soll die Bündelung der Kompetenzen rund um die organische Elektronik und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen in NRW erreicht werden.
Wann: 15. April 2013, 16.00 Uhr


Wo: Neues Seminargebäude
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln


Kontakt: Dr. Patrick Honecker
Tel.: 0221 470-2202
E-Mail: <link>patrick.honecker@uni-koeln.de