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Knotenpunkt Byzanz – ein neuer Blick auf die mittelalterliche Kultur

Europäische Mediaevistentagung am Thomas-Institut der Universität
Gegenstand der 37. Kölner Mediaevistentagung ist Byzanz – als geographischer, aber vor allem als kultureller Knotenpunkt. Denn wie kaum eine andere Region ist Byzanz über gut ein Jahrtausend durch seine ebenso zentrale wie fragile geographische Lage, aber auch durch sein Prestige ein gewichtiger Knotenpunkt für die Begegnung von Kulturen, Personen und Institutionen gewesen. Hierbei stellt sich aus byzantinischer Perspektive die „antike“ und „mittelalterliche“ Welt als ein in wesentlichen Zügen kontinuierlicher Kulturraum dar, der bis an die Schwelle der Neuzeit reicht. Dieser ist vor allem geprägt durch das hohe Maß an Rezeptivität. Ein besonderes Augenmerk der Tagung gilt daher der Wechselseitigkeit von Rezeptions- und Transformationsprozessen und ihren jeweiligen Wissensformen. Diese Wissensformen beziehen sich auf die Ordnungsstrukturen, die gleichermaßen der Erkenntnis und den Wissenschaften, der Sprache und medialen Repräsentation sowie den institutionellen und soziologischen Bedingungen zugrundeliegen und ebenso auf die diesen korrespondierenden Gegenständen des Wissens. In diesem Austausch begegnet Byzanz auch Spuren, welche die griechische Kultur zuvor bei ihren Nachahmern hinterlassen hat und die durch Byzanz auch nach dessen Fall weiterwirken. Hiervon handelt das internationale Kolloquium am Nachmittag vor der Mediaevistentagung.

Ort:    
Thomas-Institut der Universität zu Köln, Universitätsstraße 22, 50923 Köln

Wann:    
14.-17. September 2010

Bei Rückfragen:  
 Prof. Dr. Andreas Speer oder Philipp Steinkrüger,
Tel.: 0221 470 5011
    
Internet:        
<link http: www.kmt.uni-koeln.de _blank>www.kmt.uni-koeln.de