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Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht tagt in Köln

Hochkarätige Rechtswissenschaftler diskutieren Folgen der Finanzkrise für internationales Recht
Die Universität zu Köln richtet in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 1979 die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht (DGVR) aus. Vom 30. März bis 2. April treffen sich rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Deutschlands, Österreichs und der Schweiz aus den Bereichen des Völkerrechts, des internationalen Privat- und des internationalen Strafrechts unter der Leitung ihres Vorsitzenden Prof. Daniel Thürer aus Zürich zur 32. Tagung der DGVR in ihrer 94jährigen Geschichte, um aktuelle Themen in diesen Bereichen zu diskutieren.

Zum ersten Schwerpunktthema der Paradigmen im internationalen Recht werden eher theoretische Vorträge zur Wirkungsgeschichte von Denkschulen im Völkerrecht und im internationalen Privatrecht gehalten und diskutiert.

Zudem werden sich die Juristen mit der Frage beschäftigen, welche Folgen die Finanzkrise für das internationale Recht hat. War die Finanzkrise auch ein Versagen des internationalen Rechts? Können und sollen die Finanzmärkte stärker reguliert werden? Ist das aus juristischer Sicht überhaupt sinnvoll? Diese und weitere Fragen drängen sich nach der jüngsten Weltwirtschaftskrise auf und sollen auf der Tagung diskutiert werden. „Die Finanzordnung wird zunehmend stärker reguliert“, sagt Prof. Stephan Hobe, Lehrstuhlinhaber für Völkerrecht, Europarecht, europäisches und internationales Wirtschaftsrecht an der Universität zu Köln. „Mein Eindruck ist, dass die Staaten die Finanzmärkte zur Verhinderung weiterer Finanzkrisen stärker regulieren wollen. Aber das kommt angesichts des dafür notwendigen Konsenses nur langsam voran.“

Die Universität erwartet hochrangige Gäste: Neben dem unlängst an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht gewechselten Mitglied der Kölner Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Frau Prof. Angelika Nußberger, dem Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag Prof. Dr. Bruno Simma und dem Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen Prof. Dr. Thomas Bruha wird die Völkerrechtsberaterin des Auswärtigen Amts Frau Dr. Susanne Wasum-Reiner zu den Anwesenden gehören.

Pressevertreter sind nach vorheriger Anmeldung herzlich willkommen.
Ziel der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht ist die Förderung und Pflege des Völkerrechts, des Internationalen Privatrechts und anderer Zweige des Internationalen Rechts. Sie vereinigt in diesen Rechtsgebieten ausgewiesene Theoretiker und Praktiker zu gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit. Schwerpunkt der Arbeit sind die im Abstand von zwei Jahren stattfindenden Tagungen. Die Referate und Diskussionen werden in den Berichten der Gesellschaft veröffentlicht. Die Gesellschaft wurde 1917 gegründet.



Ort:

Universität zu Köln,
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln


Wann:

Mittwoch, 30.03.11 bis Freitag, 01.04.11
Internet: <link http: www.dgvr-tagung.uni-koeln.de>www.dgvr-tagung.uni-koeln.de