Unter dem Titel "5000 Jahre Schrift in Afrika" zeigen die Institute für Afrikanistik und Ägyptologie der Universität zu Köln zahlreiche Objekte und Schriftstücke, die die Vielfalt afrikanischer Schriftsysteme belegen.Im allgemeinen Bewusstsein gilt Afrika - abgesehen von den ägyptischen Hieroglyphen - als ein eher schriftloser Kontinent, in dem die mündliche Kommunikation eine weitaus größere Rolle spielt als schriftliche Informationsverbreitung. Tatsächlich jedoch kann Afrika bis zum heutigen Tag als "Wiege der Schrift" bezeichnet werden. Mit Beginn der Kolonisierung begann die massive Erforschung afrikanischer Sprachen durch christliche Missionare. Dies geschah mit dem Ziel, diese Sprachen mit lateinischen Buchstaben zu verschriften und sie zu Sprachen für den Schulunterricht zu machen. Dadurch sollten die Völker Afrikas zum einen in die Lage versetzt werden, die Bibel in ihren jeweils eigenen Sprachen zu lesen und zum anderen sollten sie Zugang zu moderner Bildung erhalten, die den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt in Afrika ermöglichen sollte. Ziel der Ausstellung ist es, die Vielfalt afrikanischer Schriftsysteme einem breiten Publikum nahe zu bringen. Der Begleitband "5000 Jahre Schrift in Afrika" ist ab dem 7. November in der Universitäts- und Stadtbibliothek erhältlich.
Ausstellungseröffnung:
Freitag, 7. November 2008, 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung:
7. November 2008 - 8. Januar 2009
Mo - Fr 8 - 24 Uhr,
Sa - So 8 - 20 Uhr
Ort:
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln,
Universitätsstr. 33,
50931 Köln-Lindenthal
Rückfragen:
Dr. Helma Pasch (Afrikanistik),
Tel.: 0221/ 470-2476,
E-Mail: <link>ama14@uni-koeln.de
Dr. Anja Kootz (Ägyptologie),
Tel: 0221/ 470-4484;
E-Mail: <link>anja.kootz@uni-koeln.de