Am 24. Juni 2026 fand an der Universität zu Köln die feierliche Verleihung des Prädikats „Gleichstellungsstarke Hochschule“ statt. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen überreichten dem Rektor, Professor Dr. Joybrato Mukherjee, die Plakette.
Die Universität zu Köln war bereits im Februar 2025 im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 positiv evaluiert worden. Damit war sie berechtigt, bis zu drei Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von Frauen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren zu beantragen. Dabei sind alle Verfahren dem Prinzip der Bestenauslese verpflichtet: Die berufenen Frauen müssen ein übliches Berufungsverfahren durchlaufen. Die Finanzierung der Professuren erfolgt über fünf Jahre durch den Bund. Dadurch werden an der Universität Mittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro frei, die zweckgebunden für Gleichstellungsmaßnahmen eingesetzt werden müssen. Durch zusätzliche Fördermittel des Landes sowie den erforderlichen Eigenanteil der Universität stehen bis 2030 insgesamt rund 2,4 Millionen Euro für gleichstellungsfördernde Maßnahmen zur Verfügung.
Das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ erhielt die Universität zu Köln, da sie eine von zwölf zur Förderung ausgewählten Hochschulen ist, deren Gleichstellungskonzept besonders überzeugen konnte. Damit erhielt sie zusätzliche Mittel für eine Qualifizierungsstelle für eine Wissenschaftlerin. Die Universität hat hierfür eine W1-Professur mit Aussicht auf Verstetigung (Tenure Track) auf eine W3-Professur eingerichtet. Diese Professur für Wirtschaftsgeographie und Globalen Süden wird am 1. September 2026 besetzt.
Professor Dr. Joybrato Mukherjee, Rektor der Universität zu Köln, sagt bei der Prädikatsverleihung: „Das Professorinnenprogramm eröffnet uns die Möglichkeit, die Geschlechterparität bei den Professuren weiter voranzutreiben und in der Breite der Universität gleichstellungsfördernde Maßnahmen umzusetzen. Dass unser Gleichstellungskonzept zusätzlich ausgezeichnet wurde, freut uns besonders, denn es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind – und bereits viel erreicht haben.“
Eine der neuen Professorinnen an der Universität zu Köln, deren Professur im Rahmen des Professorinnenprogramms kofinanziert wird, ist Professorin Dr. Gesa Finke, die eine Professur für Musikwissenschaft innehat. Im Gespräch mit der Leiterin des Referats Chancengerechtigkeit, Dr. Britt Dahmen, sagt sie: „Ich bin dem Professorinnenprogramm sehr verbunden, denn ich habe in früheren Phasen meiner Karriere selbst von gleichstellungsfördernden Maßnahmen profitiert. Daher freut es mich, heute eine Professur innezuhaben, deren Förderung im Rahmen des Programms beantragt werden konnte. Darüber hinaus bringe ich Genderthemen in meiner Forschung und Lehre ein und spüre die große Resonanz dieser Themen bei Studierenden.“
Das Professorinnenprogramm 2030 wurde im November 2022 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz beschlossen. Es verfolgt das Ziel, die Anzahl der Professorinnen in Richtung Parität zu erhöhen, Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Lebenszeitprofessur zu fördern und in der Wissenschaft zu halten sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen strukturell noch stärker zu verankern. Bund und Länder stellen für das Professorinnenprogramm 2030 insgesamt 320 Millionen Euro über eine Laufzeit von erstmalig acht Jahren zur Verfügung.
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Weitere Informationen:
Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder
Gleichstellungskonzept für Parität