Die Universität zu Köln hat gemeinsam mit den weiteren 29 öffentlich-rechtlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ein einheitliches Verfahren zur Erfassung, Bilanzierung und Veröffentlichung von Treibhausgasemissionen erarbeitet. Damit liegt nun eine vergleichbare Datengrundlage für die Klimabilanz der NRW-Hochschulen vor. Das Projekt wurde von den öffentlich-rechtlichen Hochschulen gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) entwickelt und umgesetzt.
„Die gemeinsame Treibhausgasbilanz ermöglicht es uns, Fortschritte noch besser messbar zu machen und unsere Klimaschutzmaßnahmen strategisch weiterzuentwickeln“, sagt Karsten Gerlof, Kanzler der Universität zu Köln.
Der jetzt veröffentlichte Bericht umfasst die Bilanzjahre 2019 bis 2021 und bildet die Emissionen der Hochschulen mit insgesamt rund 660.000 Studierenden, 81.000 Mitarbeitenden, 1.750 Gebäuden und rund 1.000 Fahrzeugen ab. Grundlage des Projekts ist ein gemeinsamer methodischer Rahmen auf Basis des international anerkannten Standards Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol).
Ausgehend vom Basisjahr 2019 wird der Treibhausgasbericht künftig jährlich fortgeschrieben, um langfristig belastbare und vergleichbare Zeitreihen zu ermöglichen. Derzeit werden die Treibhausgasbilanzen für die Jahre 2022 und 2023 aufbereitet.
Die Auswertung der ersten drei Bilanzjahre zeigt, dass die Gesamtemissionen aller Hochschulen über den betrachteten Zeitraum hinweg weitgehend konstant bleiben. Lediglich im Jahr 2020 ist infolge der Corona-Pandemie ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Bis zu 98 Prozent der Emissionen entfallen auf den Gebäudebereich, vor allem auf die Strom- und Wärmeversorgung. Durch die fortlaufende Sanierung der Gebäude, Investitionen in Photovoltaikanlagen und den Bezug von Ökostrom rechnet die Abteilung Nachhaltigkeit der Universität zu Köln ab dem Bilanzjahr 2022 mit einer Reduzierung der Emissionen.
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