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Prof.'in Dr. Hanisch & Prof. Dr. Gerlach & Prof. Dr. Ehrenthal: Forschung wirkt für die psychotherapeutische Versorgung

Charlotte Hanisch, Alexander L. Gerlach und Johannes C. Ehrenthal sind Professor*innen für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität zu Köln. Gemeinsam verbinden sie Forschung, Lehre und Versorgung im „Kölner Modell“. 2024 haben sie die Allianz für Psychische Gesundheit gegründet und bringen psychotherapeutische Expertise systematisch in regionale Versorgung, Weiterbildung und gesundheitspolitische Prozesse ein.


1. Welchen Stellenwert hat Transfer in Ihrer bisherigen Karriere gespielt?

Transfer ist ein integraler Bestandteil von klinischer Psychologie und Psychotherapie. Unsere spezialisierten Hochschulambulanzen verbessern die regionale psychotherapeutische Versorgung und unsere Forschung dient der Verbesserung von Diagnostik, Prävention und Intervention. Onlineangebote für besondere Störungsbilder und unsere Lehr- und Weiterbildungstätigkeiten verbessern die Kompetenzen nicht nur von Psychotherapeut*innen, sondern auch von Eltern, Angehörigen, Lehrer*innen und anderen pädagogischen und nichtpädagogischen Fachkräften. Unsere Beratung hilft bei persönlichen, institutionellen und gesundheitspolitischen Entscheidungen.


2. Von welcher Ihrer Transferaktivitäten möchten Sie berichten und was hat es damit auf sich?

An der Universität zu Köln sind für den Bereich der psychologischen Psychotherapie mehrere Psychotherapieverfahren und die gesamte Lebensspanne professoral vertreten.  Keine andere staatliche Universität in Deutschland verfügt derzeit über ein solches Spektrum. Es gilt, dieses „Kölner Modell“ zu nutzen. Wir sehen uns zudem als Professor*innen in der Pflicht, unsere Expertise in die Gesellschaft zu tragen. Im Jahr 2024 haben wir daher die Allianz für Psychische Gesundheit gegründet. Wir bündeln damit unsere Kompetenzen in den vier Kernbereichen Psychologische Fachpsychotherapie und klinisch-psychologische Forschung, Fort- und Weiterbildung, Beratung von Institutionen und Stakeholdern und der Weiterentwicklung von Psychotherapiedidaktik.


3. Wie sind Sie auf das Thema/Projekt gekommen?

In der Konzeptualisierung und Durchführung des neuen akademischen Heilkundestudiums für Studierende der Psychologie ist uns klargeworden, wie stark wir an den einzelnen Lehrstühlen bereits in Handlungsfeldern des Transfers tätig sind, dass wir dabei gemeinsame Werte teilen, uns jedoch gleichzeitig mit unseren Spezialkompetenzen inhaltlich ergänzen. Unsere drei Hochschulambulanzen, die Hochschulambulanz für Psychotherapie HAPUK, die KiJu-Hochschulpsychotherapieambulanz für Kinder & Jugendliche und die Psychodynamische Hochschulambulanz verfügen über eine substanzielle Behandlungskapazität und sollen ausgebaut werden. Behandlung, Forschung und Lehre sind bei uns stringent miteinander verknüpft und in drittmittelgestützte Projekte eingebunden. 

In Lehre, Therapie und Beratung handeln wir wissenschaftsbasiert und praxiskompetent. Durch den klinischen Masterstudiengang entwickeln wir das Feld der Psychotherapiedidaktik konsequent weiter. Bereits jetzt beraten wir Institutionen und Stakeholder, sowohl in der Region als auch darüber hinaus. Und last, but not least, arbeiten wir sehr gerne zusammen! Als dann immer deutlicher wurde, dass das Thema Transfer für die Universität zu Köln eine wichtige Rolle einnimmt, war der Schritt zur Gründung der Allianz für Psychische Gesundheit nochmals leichter.


4. Welchen konkreten gesellschaftlichen Impact konnten Sie durch diese Aktivität bisher erreichen?

Im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung haben wir intern Abläufe verändert, um ein besseres und schnelleres Angebot zu schaffen. Zudem haben wir begonnen, die Möglichkeit innovativer Modelle zur bereichs- und sektorenübergreifenden Versorgung sowie der Komplexversorgung für Menschen mit psychischen Störungen mit Stakeholdern und Kostenträgern auszuloten. Hier haben wir die gesamte Lebensspanne von der Kindheit bis ins hohe Lebensalter im Blick. Die Zusammenarbeit mit Schulen wurde fortgesetzt und intensiviert, ebenso sind wir mit der Stadt Köln über gesundheitspolitische Themen und zugehörige Forschung im Austausch. Neben anderen Aktivitäten sind wir innerhalb der Universität in der Begleitung von Lehrer*innen mit Migrationsgeschichte tätig geworden. 

Ambulanzübergreifend entwickeln wir Modelle zur diskriminierungssensiblen Psychotherapie. Für den Bereich der Weiterbildung arbeiten wir an den Strukturen für ein regionales Zentrum für Fort- und Weiterbildung und Interaktion mit der (Fach-)Öffentlichkeit im Sinne eines Knowledge Hub und hoffen, damit im Jahr 2026 starten zu können.


Kontakt

Prof.in Dr. Charlotte Hanisch
Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädagogik und Rehabilitation (DHR)

E-Mail: charlotte.hanisch(at)uni-koeln(dot)de
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Prof. Dr. rer. nat. Alexander L. Gerlach
Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Psychologie (DP)

E-Mail: alexander.gerlach(at)uni-koeln(dot)de
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Jun.-Prof. Dr. phil. Johannes C. Ehrenthal
Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Psychologie (DP)

E-Mail: johannes.ehrenthal(at)uni-koeln(dot)de
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