Curriculum 4.0.nrw
Die Potenziale und die Auswirkungen der Digitalisierung erfassen heute alle Bereiche des menschlichen und gesellschaftlichen Handelns. Die Universität zu Köln steht wie alle Hochschulen in der Verantwortung, eine Kompetenzentwicklung ihrer Studierenden zu ermöglichen, die nicht allein den souveränen Umgang mit digitalen Technologien umfasst, sondern ebenso die Fähigkeit, Potenziale und Auswirkungen der Digitalisierung in Gesellschaft und Arbeitswelt zu beurteilen, Digitalisierungsprozesse aktiv und reflexiv zu gestalten und insgesamt mit der rasanten Veränderungsdynamik Schritt halten zu können.
Hierzu haben Akteur*innen aller Bereiche der Universität zu Köln ein umfassendes Konzept „Digitale Bildung“ entwickelt, das neben dem digitalen Lehren und Lernen auch Komponenten wie Data Literacy, Digital Literacy und New Work umfasst.
Die Förderung der digitalen Bildung soll in Lehre und Studium, Forschung und Transfer nachhaltig verankert werden. Eine Maßnahme ist, bestehende Hochschulcurricula danach zu hinterfragen, inwieweit sie adäquate Antworten für die beschriebenen Kompetenzanforderungen liefern und in den Studiengängen als Ganzes zu verändern sind.
Mit der Förderlinie Curriculum 4.0.nrw, sollen die Möglichkeiten und Anlass, die Curricula zielgerichtet weiterzuentwickeln, gegeben werden. Die Förderung wird im Rahmen der DH.NRW und der Vereinbarung zur Digitalisierung vergeben.
Hier finden Sie die Ausschreibung sowie das Antragsformular der letzten Förderrunde.
Diese Förderlinie wurde ab 2022 eingestellt.
Für eine inhaltliche und organisatorische Beratung steht Ihnen Frau Dr. Magdalena Spaude (m.spaude@uni-koeln.de) gerne zur Verfügung.
Aktuell geförderte Projekte
Digital Education Competencies @ UoC - Lernangebote für die Förderung der digitalen Bildung in neuen und bestehenden Curricula
Aufgrund der zentralen gesamtgesellschaftlichen Bedeutung von digitaler Bildung wird an der Universität zu Köln derzeit unter Leitung der Prorektorin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Beatrix Busse, ein umfassendes, innovatives und kompetenzbasiertes Fort- und Weiterbildungsprogramm zur digitalen Bildung entwickelt.
Das Projekt verfolgt das Ziel, allen Lernenden, insbesondere Studierenden, niedrigschwellige, hochflexible und international zugängliche Learning Experiences zum Aufbau ihrer individuellen Digitalkompetenzen anzubieten. Dabei setzt das Angebot sowohl auf Micro-Credentials für einzelne Learning Experiences als auch auf ein Micro-Degree Digital Education, mit dem Lernende ihr Kompetenzniveau nachweisen können.
Curricular steht dieses inter- und transdisziplinäre Lehr-/Lernangebot komplementär und ergänzend zu etablierten Studiengängen, mit denen es zugleich verzahnt wird. Die Micro-Credentials Digital Education können sowohl für neu konzipierte und entwickelte Learning Experiences als auch für bereits bestehendes, Digitalkompetenzen förderndes Lehr-/Lernangebot der Universität zu Köln erworben werden. Absolvierte Learning Experiences des Programms sollen zudem auf Wahlmodule in bestehenden Studiengängen und das Studium Integrale angerechnet werden können.
Das im Rahmen von Curriculum 4.0 geförderte Teilprojekt umfasst die konkrete Erarbeitung und Implementierung von fünf für das Gesamtprojekt grundlegenden und beispielhaften Learning Experiences:
1. Introduction to Digital Education
2. Designing and Developing Learning Experiences for Micro-Credentials
3. Introduction to Open Educational Resources
4. Design Thinking in Higher Education - Foundations
5. Design Thinking in Higher Education - Coaching
Diese sollen als offene Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER) zur Verfügung gestellt werden. Sie adressieren zugleich fünf Kernbereiche der Digitalen Bildung, womit sie wesentlich zur Förderung der Digitalkompetenzen der Lernenden der Universität zu Köln beitragen. Dieser Kompetenz- und Wissensaufbau ist erforderlich, um anschließend in der Breite die Förderung der Digitalkompetenzen in etablierten curricularen Strukturen in der Universität zu Köln verankern zu können. Sowohl in der Konzeption, Erstellung und Erprobung von Learning Experiences zu digitaler Bildung im Sinne des an der UzK erarbeiteten Konzeptes als auch in der Weiterentwicklung von curricularen Formen leistet das hier vorgestellte Projekt Pionierarbeit.
Projektleitung
Prof. Dr. Beatrix Busse, Prorektorin für Lehre und Studium
Projektkoordination und Ansprechperson:
Ingo Kleiber
MitarbeiterInnen:
Ingo Kleiber, Experte Digitale Bildung & Educational Technology
Dr. Franziska Eickhoff, Persönliche Referentin der Prorektorin für Lehre und Studium
Dr. Magdalena Spaude, Projektkoordination Offene Bildungsmaterialien und Netzwerk ORCA.nrw
Digitale Bildung in den Geschichtswissenschaften
Das Thema Digitalität und die Herausforderungen des digitalen Wandels sind seit Jahren ein zentrales Anliegen des Historischen Instituts. Auch unter dem Eindruck der pandemiebedingten Digitalsemester nehmen wir die Verantwortung für eine wissenschaftsgeleitete, fachlich profilierte und forschungsbasierte digitale Ausbildung unserer ca. 3.200 Studierenden (darunter ca. 2.200 Lehramtsstudierende) sehr ernst und leisten mit diesem Projekt einen fachspezifischen Beitrag zur Realisierung des Konzepts „Digitale Bildung @ UzK“ .
Konkretes Ziel des Projektes „Digitale Bildung in den Geschichtswissenschaften“ ist die Integration fachspezifischer, digitaler Kompetenzen in die Curricula der elf Kölner geschichtswissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge (Fachwissenschaft und Lehramt). Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem im Projekt zu evaluierenden "Digitalzertifikat für Historiker:innen" werden studienprofilbezogene Fachkonzepte für angehende Historiker:innen und Geschichtslehrer:innen entwickelt. Die dabei identifizierten digitalen, fachspezifischen Kompetenzen werden im Rahmen der anstehenden Systemakkreditierung in die Curricula integriert werden. Gegenstand des Projekts ist zudem die Verstetigung des bisherigen Pilotprojektes "Digitalzertifikat für Historiker:innen“ in den fachwissenschaftlichen Studiengängen. Ergänzend werden für den fachspezifischen, digitalen Kompetenzaufbau der Studierenden Lernmodulen in ILIAS konzipiert und (weiter-)entwickelt; analog wird dies für digitale Angebote auf der institutseigenen Plattform estudies erfolgen. Die entwickelten Module werden auf ORCA.nrw im Open Access zur Verfügung gestellt.
Antragsteller: Historisches Institut
Projektleitung:
Prof. Dr. Holger Meding, Stellvertretender Geschäftsführender Direktor für Studium und Lehre
Projektkoordination und Ansprechpartnerin:
Susanne Bochert, Dipl.-Kff.
MitarbeiterInnen:
Nicola Kowski, M.A., Lehrkraft für besondere Aufgaben: Digitale Medien Geschichtswissenschaft
Jochen Pahl, StR. i. H., Didaktik der Geschichte
Christoph Wilfert, Akademischer Rat, Didaktik der Geschichte
In Kooperation mit
Arbeitsstelle für Digitales in Lehre und Forschung des Historischen Instituts: J-Prof.‘ Dr. Nicole Kramer; Dr. Dominik Waßenhoven
Lehrstuhl für Frühe Neuzeit: Prof.‘ Dr. Gudrun Gersmann; Christine Schmitt, M.A.
Frühere Projekte
Curriculare Weiterentwicklung in den Biowissenschaften an der Universität zu Köln (C4.0_BioKöln)
Im Rahmen von C4.0_BioKöln sollen Lehrveranstaltungen dahingehend modernisiert werden, dass aufeinander aufbauende Konzepte der Biologie vermittelt werden, welche den grundsätzlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie gegenseitigen Abhängigkeiten von Pflanzen und Tieren zugrunde liegen. Das Integrieren evolutionärer Inhalte bietet die Gelegenheit der Vernetzung von Evolution mit Pflanzen- und Tierbiologie sowie der Ökologie auf der Ebene der Moleküle, Zellen, Organismen und Populationen. Dieses innovative Lehrkonzept fördert das integrative Verständnis von Lebensprozessen und biologischen Prinzipien und ermöglicht es, die genutzten verankerten Konzeptionen ständig zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die Lehr- und Lerninhalte werden unter Zuhilfenahme von innovativen (digitalen) Lernmethoden so vermittelt, dass Maßnahmen zur Effizienzsteigerung während der noch wenig erforschten heimischen Vorbereitungsphase und während der Unterrichtsphase zum Tragen kommen.
Kontakt: Dr. Anja Neuber, anja.neuber@uni-koeln.de, Institut für Genetik
Praktische und analytische Digitalkompetenzen für Politikwissenschafterinnen und Politikwissenschaftler
Die digitale Transformation bringt vielfältige Möglichkeiten und Herausforderungen für die Politikwissenschaft und die Ausbildung der Studierenden mit sich. Durch die Digitalisierung sind mehr Daten und größere Datenvolumen zugänglich als jemals zuvor (Big Data). Soziale Plattformen wie Twitter und Facebook schaffen neuartige Phänomene wie hate speech im digitalen Raum und generieren digitale Daten, um diese Entwicklungen zu untersuchen. Mit unserem Projekt tragen wir der Digitalisierung in Politik und Gesellschaft durch speziell konzipierte Module im Maserstudiengang Politikwissenschaft Rechnung. Die Universität zu Köln vermittelt den Studierenden problemorientiert in ausgewählten Modulen praktische, analytische und ethische Kompetenzen in Data Science und Computational Social Science. Die Studierenden werden dazu befähigt, mit digitalen Daten und Big Data aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragestellungen eigenständig empirisch kompetent zu untersuchen und zu beantworten.
Kontakt: Prof. Ingo Rohlfing, PhD, i.rohlfing@uni-koeln.de, Cologne Center for Comparative Politics
Machine Learning im Lehramt Mathematik und im Fach Informatik
Für die Studiengänge "Lehramt Mathematik an Gymnasien" sowie "Data Science and Scientific Computing" soll die Veranstaltung "Machine Learning" als Pflicht- bzw. Wahlpflichtmodul im Master entwickelt werden. Studierende sollen die Relevanz selbstlemender Algorithmen für unseren Alltag erfassen können, die mathematischen und informatischen Grund lagen erwerben und entsprechende Algorithmen sowohl als Lehr-/Lemmethode (zum Beispiel adaptive Tutoringsysteme) als auch als Lerninhalt in der Lehre einsetzen können. Die Fördermittel sollen in die Einstellung wissenschaftlicher Hilfskräfte fließen, die bei der Recherche für die Entwicklung und Evalution der Veranstaltung "Machine Learning'" und insbesondere bei der Entwicklung und Erprobung digitaler Prüfungsformate unterstützen.
Kontakt: Prof. Dr. Michael Meyer, michael.meyer@uni-koeln.de, Prof. Dr. Benjamin Rott, benjamin.rott@uni-koeln.de, Institut für Mathematikdidaktik; Jun.- Prof. Dr. Melanie Schmidt, mschmidt@informatik.uni-koeln.de, Abteilung für Informatik