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Erster Workshop für gefährdete und geflüchtete Forschende zum Thema ‚Life of Researchers in Exile – Conflicts and Encounters‘

 

 

Vom 12.-13. Mai 2025 fand im International House der Universität zu Köln zum ersten Mal der Workshop “Life of Researchers in Exile – Conflicts and Encounters” statt.

Dieser innovative anderthalbtägige Workshop befasste sich mit dem wichtigen Thema der mentalen Gesundheit im Kontext von Flucht vor Krieg und/oder politischen Repressionen und verfolgte damit einen ganzheitlichen und handlungsorientierten Ansatz.


Das Angebot richtete sich an gefährdete und geflüchtete Forschende innerhalb des Scholars At Risk Germany-Netzwerkes. Der Workshop wurde seitens der Abteilung für Internationale Wissenschaft, der Universität zu Köln organisiert, die weitreichende Unterstützungsstrukturen für gefährdete und in ihrer akademischen Freiheit eingeschränkte Promovierende und Forschende verantwortet. Gefördert wurde der Workshop durch die Universitätsstiftung Köln. Neben der Möglichkeit zur Vernetzung war das Hauptziel des Workshops, den teilnehmenden Wissenschaftler*innen aus Köln, Siegen, Paderborn, Gießen und Potsdam außerhalb der etablierten Strukturen von Forschung und Lehre einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie ihre Erfahrungen bezüglich der Herausforderungen des Lebens und Forschens im Exil auf kreative Art reflektieren konnten.


Für die Durchführung der beiden Workshops konnten die renommierten russischen und ukrainischen Künstler*innen und Friedensaktivist*innen Anastasia Vorobyeva (Präsidentin des International Playback Theater Network (IPTN)), Yuliia Terentieva und Valentin Hoffmann gewonnen werden. Die Künstler*innen bedienen sich der Methode des ‚Playback Theater‘, einer Form des Improvisationstheaters, wodurch sie in unterschiedlichsten Kontexten unter Einbeziehung kreativer und physischer Vorgänge Dialoge und Begegnungen ermöglichen. Nach einer längeren Kennenlernphase erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam verschiedene Ausdrucksformen des Playback Theaters. Dies ermöglichte es ihnen, sich über ihre komplexen Erfahrungen als gefährdete Wissenschaftler*innen in sehr persönlicher Weise auszutauschen. Die erarbeiteten Playback-Formen dienten der szenischen Spiegelung der persönlichen Erzählungen, was zu äußerst bereichernden und bewegenden Perspektivwechseln führte.

Der Workshop soll im Dezember 2025 erneut angeboten werden, um möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen. Weitere Informationen: a.drautzburg-scherr@verw.uni-koeln.de