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Veranstaltungen

Der At-Risk Scholar Support bietet eine Vielzahl von Workshops, Vorträgen und weiteren Veranstaltungsformaten an, die sich mit forschungs- und karrierebezogenen Themen befassen. Diese Veranstaltungen dienen der Unterstützung von gefährdeten und geflüchteten Forschenden im Hinblick auf die Fortführung ihres beruflichen Werdegangs im Exil. Darüber hinaus haben gefährdete Wissenschaftler*innen Zugang zu informativen Veranstaltungen, die Orientierung bei praktischen Fragen zum Leben in Deutschland bieten.

Des Weiteren möchte der At-Risk Scholar Support Veranstaltungen hervorheben, welche nicht nur die komplexen Erfahrungen im Kontext von Exil und Migration thematisieren, sondern ebenfalls spezifische Krisen beleuchten und untersuchen, wie Gesellschaften mit Migration und fortwährender Transformation umgehen.


Veranstaltungsreihen des Cologne International Forum


Aktuelle Veranstaltungen

Perspectives: LECTURE

Grenzen, Flucht und Vulnerabilität: Postmigrantisches Tandemgespräch Wissenschaft – Geflüchtetenarbeit – bürgerschaftliches Engagement

25 March 2026, 4 p.m. | International House (Kringsweg 6)

The venue is wheelchair accessible.

Diese Veranstaltung setzt sich mit zentralen Herausforderungen und Widersprüchen aktueller Migrations- und Grenzpolitik auseinander. Im gemeinsamen Gespräch mit Tahara Adda, ehrenamtlicher Ansprechpartnerin im „Somalisch-deutschen Verein“ in Dortmund, und Dr. Andrés Otálvaro, Politikwissenschaftler und erfahrenem Akteur in der Geflüchtetenarbeit, wird das europäische Festungs- und Grenzregime kritisch diskutiert und kontrastiert mit lokalen, postmigrantischen Praktiken von Solidarität, Autonomie und inklusiver Teilhabe. 

Im Fokus stehen dabei nicht nur die strukturellen Gewaltformen an den äußeren und inneren Grenzen Europas, sondern auch die individuellen Erfahrungen von Vulnerabilität, Überlebensstrategien sowie die langen Prozesse des Ankommens und der Teilhabe von geflüchteten Menschen in Deutschland.  Vulnerabilität erscheint nicht nur als Forschungsgegenstand, sondern auch als emotional erfahrbare Dimension der Gespräche. 

Die Veranstaltung verbindet, durch Frau Addas jahrzehntelanger Erfahrung in der Begleitung von Geflüchteten, wissenschaftliche Analyse mit praxisnaher Perspektive. Adda’s Fokus liegt dabei vor allem bei der Begleitung von Familien und alleinstehenden Frauen, sowie ihre Vernetzungsarbeit mit migrantischen Organisationen. Dr. Otálvaro wird diese Perspektive durch eine politikwissenschaftlich-historische Einordnung von Flucht, (Post-) Migration und dekolonialen Transformationsprozessen ergänzen, gestützt auf theoretischen Reflexionen und praktischen Erfahrungen in der nationalen Geflüchtetenarbeit und Forschung.

Tahara Ahmed Adda Menye

Tahara Adda ist als qualifizierte Sprach- und Integrationsmittlerin tätig und wirkt zudem als Dozentin in der Ausbildung neuer Qualifizierungsteilnehmender mit. Seit mehr als vier Jahrzehnten engagiert sie sich ehrenamtlich und unterstützt Menschen nachhaltig bei ihrer Teilhabe und Integration sowie bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen. Im Somalisch-Deutscher Verein e. V. fungiert sie als zentrale ehrenamtliche Ansprechpartnerin für Familien sowie für alleinstehende Frauen und begleitet diese bei ihrem langjährigen Ankommensprozess in Deutschland. Darüber hinaus übernimmt sie die Verantwortung für die Kontaktpflege und Kooperation mit anderen migrantischen Organisationen (MO).

Dr. Andrés Otálvaro

Politikwissenschaftler und Historiker mit Fokus auf (Post-)Migration, Flucht und dekoloniale Transformationsprozesse. Seit 2015 aktiv in der Migrations- und Geflüchtetenarbeit, zwischen 2018 und 2025 Bundeskoordinator beim Bundesverband NeMO e.V. (Netzwerke von Migrant:innenorganisationen), wo er die Projekte „GLEICH teilhaben“ und „samo.fa“ verantwortete. Aktuell Lehrbeauftragter an der IU Internationale Hochschule in Köln und bei dem SprInt-Netzwerk. Verfügt über umfangreiche Forschungserfahrung und Lehrtätigkeit in Deutschland, Kolumbien, Venezuela und Peru. Zu seinen Publikationen zählen u. a. „Ein Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik“ (Z´Flucht, Nomos 2025) und „Nahe bei den Menschen“ (Transcript 2025).

REGISTRATION

    

Vergangene Veranstaltungen

Afghanistan im Fokus

Ringvorlesung

Afghanistan ist geprägt von jahrzehntelangen politischen Umbrüchen, internationalen Interventionen, innergesellschaftlichen Spannungen – und einem bemerkenswerten zivilgesellschaftlichen Engagement, das weit über aktuelle Schlagzeilen hinausreicht. Mit der Ringvorlesung „Afghanistan im Fokus“ werfen wir einen differenzierten Blick auf Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven des Landes.

 

In Kooperation mit Dr. Soraya Sobhrang, Shikiba Babori, Moschda Ebrahimi und weiteren Expert*innen aus Journalismus, Wissenschaft und Aktivismus widmet sich die Reihe Themen wie Frauenrechten, Bildung, Exil, Kultur, regionaler Politik und sprachlichen Identitäten.

Die Veranstaltungen bieten Raum für kritischen Austausch, vertiefende Einblicke und persönliche Begegnungen – für alle Studierenden, die sich für globale Zusammenhänge, postkoloniale Perspektiven und afghanische Stimmen interessieren.

Von sprachpolitischen Einführungen über Podien mit Exil-Wissenschaftlerinnen bis hin zu Filmabenden und Diskussionen: Die Reihe zeigt Afghanistan als Ort von Konflikten, aber auch von Widerstand, Vielfalt und Zukunftsfragen.

Weitere Infos auf den Seiten der Philosophischen Fakultät

In Kooperation mit dem Institut für Sprachen und Kulturen der islamisch geprägten Welt

Perspectives: POETRY READING
»„Ich vermischte die Stimmen“ — Gedichte und Texte von Esther Dischereit auf Deutsch, Hebräisch, Arabisch und Jiddisch«

16 December 2025, 6 p.m. - International House (Kringsweg 6) / hybrid

The venue is wheelchair accessible.

  

ALL-EYES-ON-GAZA 

   

Lyriklesung und Gespräch über die Situation in Israel, Palästina und Deutschland. Moderiert von Stephan Milich (SKIW)

Esther Dischereit

Esther Dischereit gehört als Lyrikerin, Erzählerin, Essayistin, Theater- und Hörstückautorin sowie Literaturkritikerin zu den herausragenden Stimmen deutsch-jüdischer Literatur der zweiten Generation nach dem Holocaust. Unter anderem erhielt sie 2009 den Erich-Fried-Preis, von 2012 bis 2017 lehrte sie als Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Zuletzt erschien 2024 ihr Roman "Ein Haufen Dollarscheine" bei MaroVerlag. Esther Dischereit liest neue und ältere Gedichte und Kurzprosa und spricht mit Stephan Milich über die Situation für Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft nach dem 7. Oktober.


12.-13. Mai und 8.-9. Dezember 2025

Workshop „Life of Researchers in Exile – Conflicts and Encounters“ für gefährdete und geflüchtete Forschende

Vom 12. bis 13. Mai sowie vom 8. bis 9. Dezember 2025 fand im International House der Universität zu Köln der Workshop „Life of Researchers in Exile – Conflicts and Encounters“ statt. Dieser innovative anderthalbtägige Workshop befasste sich mit dem zentralen Thema der mentalen Gesundheit im Kontext von Flucht vor Krieg und/oder politischen Repressionen. Das Angebot richtete sich an gefährdete und geflüchtete Forschende innerhalb des Scholars At Risk NRW-Netzwerkes. Der Workshop wurde auf Nachfrage auch für Interessierte im Scholars At Risk Germany-Netzwerk geöffnet. Das Ziel des Workshops war es, den teilnehmenden Wissenschaftler*innen außerhalb der bekannten Strukturen von Forschung und Lehre einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie ihre Erfahrungen bezüglich der Herausforderungen des Lebens und Forschens im Exil auf kreative Art reflektieren konnten. Der Workshop hatte Teilnehmer*innen aus Köln, Bochum, Münster, Siegen, Paderborn, Bielefeld, Freiburg, Gießen und Potsdam.

Für die Durchführung der beiden Workshops konnten die russischen und ukrainischen Künstler*innen und Friedensaktivist*innen Anastasia Vorobyeva (ehemalige Präsidentin des International Playback Theater Network (IPTN)), Yuliia Terentieva und Valentin Hoffmann gewonnen werden. Die Künstler*innen bedienen sich der Methode des ‚Playback Theater‘, einer Form des Improvisationstheaters, wodurch sie in unterschiedlichsten Kontexten unter Einbeziehung kreativer und physischer Vorgänge Dialoge und Begegnungen ermöglichen. Nach einer längeren Kennenlernphase erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam verschiedene Ausdrucksformen des Playback Theaters. Dies ermöglichte es ihnen, sich über ihre komplexen Erfahrungen als gefährdete Wissenschaftler*innen in sehr persönlicher Weise auszutauschen. Die erarbeiteten Playback-Formen dienten der szenischen Spiegelung der persönlichen Erzählungen, was zu sehr bereichernden und bewegenden Perspektivwechseln führte. Das Feedback zu den beiden Workshops war durchweg positiv.
Die Workshops wurden unterstützt durch die Kölner Universitätsstiftung.
 


Perspectives: LECTURE
»‘Academic Humanitarianism’ as Emergent Dispositive: A Critical Appraisal of Europe’s Scholar Protection Programmes, 2016-2024«

13 November 2025, 5 p.m. - International House (Kringsweg 6)

The venue is wheelchair accessible and the lecture will be held in spoken English.

Academic communities worldwide are going through dire times, experiencing severe threats to civic and human rights and their ability to engage in critical research and teaching. At the same time, the last decade has seen concerted efforts on the part of universities, civil society organisations, public and private institutions to mobilise resources for the protection and support of displaced scholars.

Through our research, we aim to gain a better theoretical understanding of how the logic of ‘humanitarian reason’ gets mapped onto the academic field. Drawing on Foucault’s work, we develop a dispositive analysis of the complex formation that Yarar/Karakaşoğlu have termed ‘academic humanitarianism’.

Our study is based on extensive empirical research dedicated to the analysis of the discursive, material and knowledge practices articulating this newly emerging dispositive. Particular attention is paid to the frames that policy actors mobilise to navigate the tensions around conflicting rationales for ‘scholar rescue’ programmes. Moreover, we critically discuss the role that the creation of categories such as the ‘at-risk scholar’ plays in academic humanitarian interventions and processes of knowledge production. The EU SAFE fellowship programme serves as a case study to examine the range of technologies employed to regulate access to support mechanisms, the pastoral power embodied in hosting/mentoring relations, and the cooperation-competition nexus governing the relationships between network actors such as universities, NGOs, and exiled scholars, but also as a departure point for thinking potential lines of empowerment and re-subjectification.

Esra Erdem

Esra Erdem is Professor of Social Economics at Alice Salomon Hochschule Berlin. She served as Principal Investigator (PI) on the BMBF-funded research project Sage-SAGE! (2021-2024), investigating institutional development strategies and career opportunities for exiled scholars at Universities of Applied Sciences.

Publications in the field of Critical University Studies include “Emergent Repertoires of Resistance and Commoning in Higher Education” (South Atlantic Quarterly, 2019, co-authored); “Free universities as academic commons" (in: The Handbook of Diverse Economies, 2020); “Exiled scholars at Universities of Applied Sciences: New Opportunities and Structural Challenges for an Engaged Academy” (in: SAGE-Hochschulen im Strukturwandel, 2025, co-authored).

Homepage: 
https://www.ash-berlin.eu/hochschule/lehrende/professor-innen/prof-dr-esra-erdem/

Zafer Yılmaz

Zafer Yılmaz is Associate Professor at Ankara University and a research fellow at Alice Salomon Hochschule Berlin. His work critically examines the global rise of authoritarianism, the deepening crisis of democracy, and the far-right's growing hegemony. He has published widely on populism, authoritarian rule, and the authoritarian restructuring of the Turkish state in both academic journals and collective volumes. Among his books are The Spirit of New Turkey: Resentment, Domination and Destitution, Erdogan’s Presidential Regime: From Exceptional Republic to Parcelled State, and The Gloom of the Right: Authoritarian Leaders and the Stolen Rebellion (in Turkish), which interrogate the social, affective, and institutional dynamics of authoritarianism in Turkey and beyond.

 

Stress, Mental Health and How to Build Up Your Resilience / Deep Relaxation Practice

19 September 2025, 2pm - 5pm

Stress, Mental Health and How to Build Up Your Resilience

This 1.5-hour workshop is designed to support at-risk scholars who are pursuing their research at the university. It focuses on understanding mental health, managing stress, and building resilience. Besides an informative presentation by psychotherapist Anne Petersen, there will be space for interactive exercises, discussions, and practical tips. Participants will learn strategies to cope with challenges, enhance their well-being, and foster resilience in their academic and personal lives. If you feel comfortable, there will opportunities for sharing experiences. Of course, this is completely voluntary.

Deep Relaxation Practice

After the first part of the workshop we will offer a more practical approach to stress relief. In this second part you will be guided through breathing exercises, gentle movements and deep relaxation techniques (e.g. progressive muscle relaxation, autogenic training). You won’t need to bring equipment as we will provide you with mats. However, please make sure to wear comfortable clothing. This part will last approx. 1 hour.  

Contact: Judith Nebe j.nebe(at)verw.uni-koeln(dot)de


SALON: LECTURE

Ahmet Yikik & Aylin Walder
»Elif Shafak. A Sociological Exploration of Gender and Migration.«

2. Juli 2025 - 18 Uhr, International House (Kringsweg 6)


Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht, und der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.


Ahmet Yikik: Das Werk von Elif Shafak, ein britisch-türkischer Autor, befasst sich intensiv mit Migrations- und Genderthemen. In diesem Vortrag werden anhand von Elif Shafaks narrativer Landschaft sogenannte „abweichende“ Individuen und soziale Gruppen beleuchtet. Es wird erörtert, wie Shafaks Romane dazu beitragen, das Konzept des „Menschseins“ zu erweitern, indem sie Gender- und Migrationsthemen thematisieren. Im Wesentlichen soll der Grundstein für eine Neuinterpretation sozialer Konzepte durch literarische Werke gelegt werden.

Bitte registrieren Sie sich hier.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Cologne International Forum finden Sie hier.


SAR NRW: Seminar

Dr. Uta Brunner
“The German academic landscape for internationals” (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
17. Juni 2025; 11:00 – 12:30 Uhr, Online-seminar
 

Die deutsche Forschungslandschaft wird von einer Vielzahl von Institutionen mit unterschiedlichen Zielen und Interessen geprägt. In diesem Seminar lernten die Teilnehmenden das deutsche Hochschulsystem, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie mögliche Einstiegspositionen und Fördermöglichkeiten für internationale Nachwuchswissenschaftler*innen kennen. Darüber hinaus wurden Karriereperspektiven jenseits der Forschungstätigkeit aufgezeigt. 

Seminarsprache: Englisch

Weitere Informationen zum SAR NRW-Programm finden Sie hier.



Cologne Bonn Academy in Exile: Workshop

"Life in Exile of Researchers – Conflict & Encounters"

2. and 3. Dezember 2024 -  Universität Bonn

Am 2. und 3. Dezember 2024 veranstaltete die Cologne/Bonn Academy in Exile einen bereichernden und anregenden Workshop, moderiert von Anastasia Vorobyeva, Yuliia Terentieva und Valentine Hoffmann an der Universität Bonn. Die erfahrenen Expert*innen brachten ihre Expertise im Playback-Theater ein, um die Fellows durch eine Reise des Geschichtenerzählens, der emotionalen Auseinandersetzung und der gemeinsamen Reflexion zu begleiten. Playback-Theater ist eine improvisierte Kunstform, bei der persönliche Geschichten spontan inszeniert werden und die die Verbindung, Heilung und Verständnis zwischen den Teilnehmenden fördert.

Der Workshop führte die Fellows in die Prinzipien und Techniken des Playback-Theaters ein und bot gleichzeitig eine sichere und integrative Atmosphäre für den Dialog. An den beiden Tagen beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Themen wie Resilienz, persönlichen und kollektiven Herausforderungen und Zukunftsvisionen. Die Gruppe erkundete Emotionen und Erfahrungen im Kontext von Krieg und Exil und vertiefte sich in persönliche Geschichten, die Momente der Überwindung von Widrigkeiten beleuchteten.

Eine Zusammenfassung des CBA-Workshops finden Sie hier.


PERSPECTIVES: Lectures

“Herausforderungen für die Demokratie in der postmigrantischen Gesellschaft”

Wintersemester 2024/25 

Eine Ringvorlesung des Instituts für Sprachen und Kulturen der islamischen geprägten Welt (ISKIW) und des Departments für Soziologie und Sozialpsychologie (DSS) der Universität zu Köln

Die Ringvorlesung des Instituts für Sprachen und Kulturen der islamischen geprägten Welt (ISKIW) und des Departments für Soziologie und Sozialpsychologie (DSS) der Universität zu Köln befasst sich mit Herausforderungen für die Demokratie in der postmigrantischen Gesellschaft angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen. Dazu gehören Verletzungen von Menschenrechten und Ideologien der Ungleichheit, Autoritarismus in seinen verschiedenen Formen, Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus. 

Die Januar-Veranstaltungen fanden in Kooperation im Cologne International Forum statt.

More information on the Perspectives event series here.


4. Werkstatt Rassismuskritik

19 June 2024 - Cologne International Forum, International House (Kringsweg 6)

 

Aufgrund gegebener gesellschaftlicher Entwicklungen und Notwendigkeiten hat sich das Prorektorat für Antidiskriminerung und Chancengerechtigkeit vorgenommen, Strukturen in den Blick zu nehmen, in denen – unabhängig von individuellen Absichten – Rassismen institutionell reproduziert werden können. Das Ziel ist es, einen langfristigen rassismuskritischen und partizipativen Prozess einzuleiten, der es ermöglicht, Strukturen an der Universität zu Köln so zu verändern, dass Chancenungleichheiten abgebaut werden. Im Rahmen der Werkstatt Rassismuskritik sollen aktuelle Problemfelder in Bezug auf strukturellen Rassismus an der Universität zu Köln prozesshaft identifiziert und Handlungsbedarfe entwickelt werden.

Am 19.06.2024 hat die 4. Werkstatt Rassismuskritik im Cologne International Forum stattgefunden.

Mehr Information zur Werkstatt Rassismuskritik finden Sie hier.


Ringvorlesung: 

„Frau, Leben, Freiheit – emanzipatorische Potenziale“

Sommersemester 2023 und Wintersemester 2023/24

Seit die 22-jährige Jina Mahsa Amini im September im Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei zu Tode kam, ist Iran in Aufruhr. Viele hoffen auf die Revolution - was dies bedeuten kann und welche Mittel zur Verfügung stehen, darüber möchten wir uns in dieser interdisziplinären Ringvorlesung austauschen. Im Fokus stehen die unterschiedlichen Seiten des Protests, die öffentlichen Bekundungen von Unmut und Veränderungsbedarf in Vergangenheit und Gegenwart. Wir erfahren, wie Menschen in Iran aktuell und in den letzten Jahrzehnten Widerstand geleistet haben. Wir debattieren Möglichkeiten und Forderungen. Wir sehen hin, wie auch in Deutschland BürgerInnen aus iranischen Familien, aber zunehmend auch Menschen ohne Migrationsgeschichte sich solidarisieren. Und wir beleuchten die Potentiale der iranischen Gesellschaft. 

Mehr Informationen zur Ringvorlesung  „Frau, Leben, Freiheit – emanzipatorische Potenziale“ finden Sie hier.


FLUCHTPUNKT

Wie exklusiv ist die Universität?

Wintersemester 2022/23

Kritische Nachfragen zu Gleichheit und Diversität an deutschen Hochschulen

Eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Universitäten Köln, Bochum, Düsseldorf und Siegen im Sommersemester 2022 und Wintersemester 2022/23, konzipiert und moderiert von Migrations- und Rassismusforscher Mark Terkessidis und unter der Schirmherrschaft der Rektorate der beteiligten Universitäten.

Die Veranstaltungen sollen einen Raum zur kritischen Reflexion von bestehenden universitären Strukturen hinsichtlich von Wissenschaftler*innen und Studierenden mit Fluchthintergrund eröffnen, aber auch die Frage stellen, wie die Universität generell mit Diversität umgeht bzw. umgehen sollte.

Wie muss sich Universität auf eine Gesellschaft einstellen, die zunehmend von Mobilität, Migration und auch von Flucht geprägt ist? Wie muss Universität gestaltet sein, damit alle Menschen unabhängig von ihren Voraussetzungen, Hintergründen, Biografien oder auch ihrem Aussehen gleichberechtigt ihren Platz finden können?

Die Vorträge der Reihe stellen die Frage nach bisherigen Erfahrungen, notwendigen strukturellen Veränderungen, Privilegien und Rassismus.

Mehr Informationen zu FLUCHTPUNKT: Wie exklusiv ist die Universität? finden Sie hier.


University of Cologne International Events Calendar