Key Profile Area Skills and Structures in Language and Cognition
Sprachliche Kommunikation ist die zentrale Form menschlicher Verständigung und zeigt sich in vielfältigen Formen – von Alltagsgesprächen bis zur politischen Debatte in sozialen Medien. Um zu verstehen, wie Sprache als komplexes kognitives und soziales System funktioniert, braucht es einen multidisziplinären Ansatz, wie ihn die Language Sciences verfolgen. Die KPA „Skills and Structures in Language and Cognition“ will eine innovative Konzeption der Language Sciences an der Universität zu Köln etablieren – unter Einbeziehung von Sprachwissenschaften, Kognitionswissenschaften, Philosophie, Medien- und Bildungswissenschaften.
Im Zentrum steht die Hypothese, dass direkte dyadische Kommunikation grundlegend für alle Formen sprachlicher Interaktion ist. Deren Erforschung hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, die für die Analyse weiterer Kommunikationsformate – etwa digitaler oder institutioneller – genutzt werden sollen. Zentrale Themen hierbei sind Multimodalität, Variabilität und Portabilität sprachlicher Strukturen und Kommunikationsformate.
Kontakte
Prof. Dr. Birgit Hellwig
Sprecherin
Institut für Linguistik
Prof. Dr. Pamela Perniss
Sprecherin
Gebärdensprachlinguistik und -dolmetschen
Dr. Tobias-Alexander Herrmann
Koordinator
Slavisches Institut
Lena Wolberg
Koordinatorin
Institut für Linguistik
Beteiligte Fakultäten
Global Faculty Members
Derzeit beteiligen sich Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Ländern im Rahmen des Global Faculty Programms an der KPA Skills and Structures in Language and Cognition.
Hier finden Sie alle Mitglieder des Global Faculty Programms an der Universität zu Köln.
The Cognitive Neuroscience Laboratory (University of South Australia)
Verbund- und Drittmittelprojekte
Mit der KPA Skills and Structures in Language and Cognition sind mehrere Verbund- und Drittmittelprojekte verbunden:
Transfer
Die KPA Skills and Structures in Language and Cognition koordiniert vielseitige Public-Outreach-Aktivitäten in den Bereichen Forschungsdatenmanagement, automatische Sprach-/Gebärdenerkennung, Lehrer*innenbildung sowie Medizin.
Konkrete Projekte sind beispielsweise Transfer in die Lehrer*innenbildung zu den Themenbereichen Medien und Digitalisierung (zum Beispiel die Forschungsgruppe Medien und Digitalisierung am IZeF), sprachliche Entwicklung und sprachliche Bildung neuzugewanderter Schüler*innen (zum Beispiel das BMFTR-Projekt Immigrant Deaf and Hard-of-Hearing Students as Additional Language Learners) und Inklusion (zum Beispiel Gebärdensprachdolmetschen).
Transfer-Aktivitäten werden auch für die Medizin geschaffen, v.a. Autismus, Schizophrenie und Parkinson (zum Beispiel das DFG-Transferprojekt Digitale Biomarker für Sprechveränderungen bei der Parkinson-Krankheit).
Lehre
Die mit der KPA Skills and Structures in Language and Cognition verbundenen Einrichtungen bieten gemeinsam im Bereich der Lehre einen deutsch- und englischsprachigen Masterstudiengang Linguistik/Linguistics sowie forschungsorientierte Lehrinitiativen an. Dazu zählen unter anderem XLinC Labor sowie Language and Music in Cognition.
Kooperationen
Die KPA Skills and Structures in Language and Cognition kooperiert mit Universitäten und Instituten auf internationaler Ebene:
Regionale Kooperationen
- Grimme Institut – Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur
- Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
- Research Center Juelich (Helmholtz Society), Institute for Neuroscience and Medicine – Cognitive Neuroscience (INM3)
Internationale Kooperationen
- Max-Planck-Institut für Psycholinguistik (Nijmegen, Niederlande)
- The Cognitive Neuroscience Laboratory, University of South Australia (Adelaide, Australien)
- The Acquisition Sketch Project (Australian National University, Canberra, Australien - The University of Melbourne, Melbourne, Australien - Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Deutschland)
Forschungsinfrastrukturen
Die Forschung der KPA Skills and Structures in Language and Cognition zeichnet sich durch die Integration eines primär korpusbasierten, sprachübergreifenden Ansatzes mit psycho- und neurolinguistischen Ansätzen aus. Wir können dabei auf eine Vielzahl von (audio-)visuellen und schriftlichen Korpora des natürlichen Sprachgebrauchs sowie auf modernste experimentelle Ressourcen zurückgreifen.
- Extern finanzierte Projekte zum Aufbau eines dynamischen Repositoriums und von Audio-Mining-Tools für multimodale Sprachdaten : Audiovisuelles Data Mining (AUVIS, BMFTR)
- BMFTR-Verbundprojekt KA³ – Kölner Zentrum Analyse und Archivierung von AV‐Daten
- Common Language Research Infrastructure-Deutschland - Facharbeitsgruppe (CLARIN-D, BMFTR)
- VedaWeb (DFG)
Medien
Mitglieder der KPA Skills and Structures in Language and Cognition platzieren regelmäßig Themen oder treten in der medialen Berichterstattung mit ihrer Forschung in Erscheinung:
Video
Birgit Hellwig: Language acquisition in crosslinguistic context (ILARA invited talk)
Video
Stephan Packard: Die Vereinigten Staaten nach den Mid-Term Elections – Demokratien und der Reiz des Autoritären (Podiumsdiskussion)