Chemiker der Universität zu Köln haben Tenside erforscht, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und vollkommen fluorfrei sind. Damit lassen sich die polyfluorierten Tenside (PFT) in wasserfilmbildenden Löschschäumen ersetzen. Die Universität zu Köln und die InnovationsAllianz NRW stellten den neuen Löschschaum auf der Hannover Messe vor.
Zum Löschen von brennenden Flüssigkeiten wie Treibstoffen setzt die Feuerwehr spezielle wasserfilmbildende Löschschäume ein. In ihrer Löschwirkung sind diese Schäume unübertroffen. Allerdings enthalten alle kommerziellen wasserfilmbildenden Löschschäume bisher umweltschädliche PFT, um die notwendigen physikalischen und chemischen Eigenschaften zu erzielen.
Dank der von der Bundeswehr geförderten Forschung der Kölner Chemiker könnten PFT-haltige Löschschäume bald der Vergangenheit angehören. Sowohl die Industrie als auch die Versicherungswirtschaft zeigen hohes Interesse an den Forschungsergebnissen. Sie sehen das Potential, Werkfeuerwehren mit dem innovativen Löschmittel auszustatten und somit die Einsatz-Folgekosten zu minimieren. Zur Verwertung der Patente wird derzeit von der Kölner Forschungsgruppe eine Ausgründung aus der Universität vorbereitet.
Auf der Hannover Messe informierten Wissenschaftler der Universität zu Köln NRW-Umweltminister Johannes Remmel und Staatssekretär Peter Knitsch über den neuen Löschschaum. Mit großem Interesse verfolgten die Politiker ein kleines Demonstrationsexperiment zur Wasserfilmbildung, dem herausragenden Merkmal dieser Löschschaumart.
Beide Politiker zeigten sich beeindruckt von der Perspektive des Vorhabens für den Boden- und Gewässerschutz und betonten die Wichtigkeit dieses Themas für den Standort Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.
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Dr. Dirk Blunk
Universität zu Köln
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