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Veranstaltungen

„Aus der Geschichte lernen?“ - Flucht und Exil anhand bedeutender Biografien in den 30er und 40er Jahren

18. Dezember
18.00 Uhr - 19.30 Uhr

Veranstalter:
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit

Ort:
Hörsaal XII, Hauptgebäude
Albertus-Magnus-Platz
50931 Köln

Information:
Von 1940 bis 1945 sendete die BBC Thomas Manns Reden an seine Landsleute. Aus dem Exil in den USA sprach „die Stimme eines Freundes“, der die Deutschen aufrütteln und zur Umkehr aufrufen wollte. Auch Hannah Arendt war in die USA emigriert, und entwickelte dort ihre Totalitarismus-Analyse, ebenso wie die Vertreter der Frankfurter Schule, u.a. Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, die im Exil ihre
grundlegende Studie zum „autoritären Charakter“ durchführten. Walter Benjamin wurde bei einer Grenzkontrolle in Spanien an der Weiterreise gehindert und beging daraufhin Selbstmord. Seine geschichtsphilosophischen Thesen regen uns heute zum Nachdenken an.

Die Vereinigten Staaten waren ein wichtiges Zufluchtsland für viele Vertriebene aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa. Die Erfahrung von Flucht und Exil hat nicht nur das Leben der Betroffenen geprägt; vielmehr bilden die in dieser Zeit entwickelten Theorien, Forschungsansätze und Politikvorstellungen bis heute die Grundlage unseres demokratischen Selbstverständnisses.

Der Vortrag will einen Überblick geben über diese besondere deutsche Geschichte des Exils, verknüpft mit den Fragen: Welchen Stellenwert hat dieses Erbe des "eingreifenden Denkens“ in unserer Gegenwart und welche Bedeutung könnte es zukünftig erlangen? Inwiefern leisten die Einflüsse des Exils und der Exilforschung einen Beitrag zur Festigung unserer Demokratie?

Vortragende: Dr. Anne Klein

Als Gast melden Sie sich bitte unter gasthoerer-studium@uni-koeln.de an.

Eingeschriebene Gasthörer:innen brauchen keine Anmeldung.

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