Professorin Dr. Kathrin Wimmer ist seit Oktober W3-Professorin für experimentelle Kernphysik. Zuvor war sie als Wissenschaftlerin am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung tätig.
Ihre Forschung befasst sich mit der experimentellen Untersuchung exotischer Atomkerne. Dabei nutzt sie insbesondere Gammaspektroskopie und direkte Kernreaktionen mit seltenen Isotopenstrahlen, um Informationen über Schalenstruktur, Form und Symmetrieeigenschaften von Atomkernen zu gewinnen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung und Anwendung neuartiger Detektorsysteme an großen internationalen Beschleunigeranlagen, wobei sie insbesondere diamantbasierte Detektorsysteme einsetzt. Für diese Arbeit wurde sie 2021 vom Europäischen Forschungsrat mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet.
Kathrin Wimmer studierte von 2002 bis 2007 Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte von 2007 bis 2010 an der Technischen Universität München. Es folgten Stationen als Postdoktorandin am National Superconducting Cyclotron Laboratory in den USA sowie als Assistant Professor an der Central Michigan University. Von 2014 bis 2019 war sie als Lecturer an der Universität Tokio (Japan) tätig. Anschließend arbeitete sie von 2019 bis 2021 als Ramón-y-Cajal-Fellow am spanischen Nationalen Forschungsrat (CSIC) in Madrid (Spanien). Seit 2021 ist sie beim GSI Helmholtzzentrum aktiv. 2023 habilitierte sie sich an der Universität Heidelberg.