| Neue Professor*innen

Professor Dr. Alexander Volk

Professor Dr. Alexander Volk hat zum 1. September 2025 seine neue Position als W3-Professor für Familiäre Tumorerkrankungen angetreten. Damit übernimmt er auch die Nachfolge von Professorin Dr. Rita Schmutzler, die seit 2012 Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln war. Mit seiner Berufung ist die Erweiterung des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs und die Gründung des Instituts Familiäre Tumorerkrankungen zum 1. Januar 2026 verbunden.

Professor Volk, Facharzt für Humangenetik, bringt langjährige klinische Erfahrung und wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet erblich bedingter Tumorerkrankungen mit. Zuletzt war er als Leiter der genetischen Beratungsstelle sowie als stellvertretender ärztlicher Leiter des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig. Unter anderem war er maßgeblich am Aufbau des dortigen Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs beteiligt und etablierte Spezialsprechstunden für Menschen mit erblicher Tumorprädisposition. 

Professor Volk wird an der Uniklinik Köln seine Expertise in die Versorgung von Personen mit erblicher Tumorneigung einbringen und gemeinsam mit seinem Team das Zentrum Familiärer Brust-/Eierstockkrebs weiterentwickeln sowie das klinische Angebot auf weitere Tumore ausdehnen. Zum 1. Januar 2026 wurde an der Uniklinik das Institut Familiäre Tumorerkrankungen gegründet. Ziel des Instituts ist es, eine qualitätsgesicherte und Wissen generierende Versorgung für Menschen mit familiärer Tumorneigung anzubieten sowie die klinische Versorgung und Forschung eng zu verzahnen. 

Die wissenschaftliche Arbeit von Alexander Volk konzentriert sich auf die Erforschung mono- und polygen vererbter Erkrankungen, mit einem Schwerpunkt auf der Identifizierung krankheitsrelevanter Gene. Er will insbesondere die bislang wenig erforschten genetischen Grundlagen des Prostatakarzinoms genauer untersuchen und neue Strategien zur Prävention und Versorgung entwickeln. Im Gegensatz zum erblichen Brust- und Eierstockkrebs sind erbliche Faktoren des Prostatakrebses wesentlich schlechter untersucht. Ein zukünftiges Ziel wird es daher sein, für Männer mit einer erblichen Neigung für ein Prostatakarzinom anhand genetischer Befunde eine bessere Risikostratifizierung, eine risikoadaptierte Prävention, Früherkennung und Therapiegestaltung zu erreichen.

Aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte Alexander Volk Humanmedizin an der Universität Bonn und absolvierte Ausbildungs- und Forschungsaufenthalte in der Schweiz und den USA. Nach seiner Facharztausbildung in Köln und Ulm führte ihn sein beruflicher Weg nach Hamburg. Nun kehrt er ins Rheinland zurück.