Strategisches Hochschulnetzwerk Internationales Wohnen
Gründung und Hintergrund
Das Strategische Hochschulnetzwerk Internationales Wohnen ist ein Zusammenschluss deutscher Hochschulen, die sich gemeinsam für bessere Wohnbedingungen internationaler Studierender einsetzen.
Gegründet wurde das Netzwerk – nach ersten virtuellen Treffen - am 05.12.25 in Darmstadt im Nachgang zur Dialogreihe „Campus der Zukunft: Wohnraum für internationale Studierende“, die im September 2024 an der Universität zu Köln stattfand – organisiert vom DAAD, dem Deutschen Studierendenwerk (DSW) und dem Kölner Studierendenwerk (KSTW).
Gründungsmitglieder
- RWTH Aachen
- Universität Bonn
- TU Darmstadt
- Goethe-Universität Frankfurt am Main
- Universität Heidelberg
- Universität zu Köln
- Leuphana Universität Lüneburg
- Johannes Gutenberg-Universität Mainz
- Universität Potsdam
Ziele des Netzwerks
1. Erfahrungsaustausch & Best Practices
Das Netzwerk schafft einen überregionalen Raum für den fachlichen Austausch zwischen den verschiedenen Stakeholdern und Expert*innen des studentischen Wohnens. Gemeinsam werden erfolgreiche Modelle, innovative Wohnkonzepte und konkrete Lösungsansätze aus verschiedenen Regionen zusammengetragen, diskutiert und weiterentwickelt. Durch diesen systematischen Wissenstransfer profitieren alle Beteiligten von den Erfahrungen der anderen und können wirksame, praxistaugliche Maßnahmen schneller identifizieren und umsetzen.
2. Erarbeitung von (Kommunikations-)Strategien zur Verbesserung des regionalen Wohnungsangebots
Um die Wohnsituation internationaler Studierender nachhaltig zu verbessern, entwickelt das Netzwerk gemeinsame Strategien, die gezielt auf regionale Besonderheiten eingehen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf passgenauen Kommunikationsansätzen: Wie lassen sich Bedarfe sichtbar machen? Wie können relevante Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dafür gewonnen werden, das Thema mitzudenken und aktiv zu unterstützen?
Durch abgestimmte Positionsfindung, gemeinsame Botschaften und kooperative Formate sollen Impulse entstehen, die regionale Wohnungsangebote stärken und neue Lösungsräume öffnen.
3. Beitrag zur Chancengleichheit
Ein angemessener, sicherer und bezahlbarer Wohnraum ist eine Grundvoraussetzung für gelingende Studieneinstiege und erfolgreiche Studienverläufe. Das Netzwerk setzt sich deshalb dafür ein, strukturelle Barrieren abzubauen, die internationale Studierende im Zugang zu Wohnraum benachteiligen.
Durch gemeinsame Initiativen sollen faire Rahmenbedingungen geschaffen, Teilhabemöglichkeiten verbessert und letztlich die Chancengleichheit aller Studierenden gestärkt werden – unabhängig von Herkunft, finanziellen Ressourcen oder lokaler Vernetzung.
4. Erarbeitung von Strategien zur Betrugsprävention
Internationale Studierende sind häufig von Betrugsfällen auf dem Wohnungsmarkt betroffen – insbesondere in angespannten Wohnlagen und kurz vor Semesterbeginn. Das Netzwerk entwickelt daher Strategien und Empfehlungen, die das Risiko für Studierende minimieren und Hochschulen bei der Aufklärung und Prävention unterstützen.
Dies umfasst Awareness-Kampagnen, Informationsmaterialien, Austausch zu realen Fallbeispielen sowie die Entwicklung gemeinsamer Standards für sichere Vermittlungsprozesse. Ziel ist es, Studierende frühzeitig zu schützen, die Transparenz zu erhöhen und die Resilienz gegenüber betrügerischen Angeboten zu stärken.
Vorsitz
Vorsitz:
Britta Schlüter de Castro, Studienstart International, Dezernat Internationales, Universität zu Köln
Kontakt: b.schlueter-de-castro@verw.uni-koeln.de, 0221-470-90827
Stellvertretender Vorsitz:
Lars Hollmann, Welcome and Housing Services, Dezernat Internationales, Technische Universität Darmstadt
Kontakt: lars.hollmann@tu-darmstadt.de, 06151 16-26687