Einführende Vorbemerkungen

2020-05-04

Liebe Kommilitonen,

noch habe ich kein klares Bild, wie das Tutorium unter den gegebenen Umständen ablaufen wird. Da alles ohnehin schwierig genug ist, verzichte ich dieses Jahr auf den Passwordschutz. Die Präsentation wird schon vorher mit nachgesetztem „a“ als z.B. Tutorium-04-21a.pdf ohne die Antworten hier bereitstehen. Nach der Stunde wird sie durch die endgültige Version ohne „a“ ersetzt.

Bitte loggen Sie sich jeden Dienstag um 17:45 h nicht in den Chatroom auf der Iliasseite des Tutoriums ein, sondern mit dem Zoom-Client .

Zur Form

Wie in den Vorjahren erwarte ich von Ihnen, sich vorher gründlich vorzubereiten und nicht die Antwortmöglichkeiten bloß anhören zu wollen. Das bedeutet, Sie sollen den Text gründlich gelesen und sich zu den Fragen Gedanken gemacht haben. Vorbereiten heißt nicht, daß sie alles wissen müssen und alles richtig sein muß. Wenn es so sein sollte, reicht durchaus ein „Die Frage habe ich nicht verstanden“, dann aber bitte verbunden mit einer konkreten Rückfrage, wo genau das Problem liegt.

Die Antworten sollen in der Stunde von Ihnen kommen und jeweils abschließend mit meinem Versuch verglichen worden. Meine Antwort ist nicht „die Antwort“ und nie die einzig richtige. Mehr als einmal habe ich sie nach der Stunde noch korrigiert. Sie reicht aber immer zum Bestehen der Klausur.

In den Antwortvorschlägen gibt es zwei Arten von Hervorhebungen. Rot sind wichtige Betonungen, z.B. nachträgliche Korrekturen oder Punkte, an denen es Mißverständnisse gab. Grün sind nicht klausurrelevante aber hoffentlich hilfreiche Ergänzungen.

Einleitende Bemerkungen

An den Anfang der ersten Stunde stelle ich stets einige allgemeine Folien. Die Erläuterungen kann ich diesmal nicht mündlich geben, deshalb folgen sie hier in Kurzfassung.

Folie 3:
Bitte sorgen Sie dafür, daß eMails an Ihre smail-Adresse Sie zeitnah erreichen. Das beste ist, im Mailportal des Rechenzentrums eine Weiterleitung auf ihre regelmäßig gelesene Privatadresse einzurichten.
Wenn Sie über das VPN-Portal mit der Hochschule verbunden sind, sieht eine extern aufgerufenen Seite Sie an einem Arbeitsplatz innerhalb der Hochschule. Damit erhalten Sie u.a. Zugriff auf von der Bibliothek abonnierte Onlinezeitschriften. Eine Anleitung dazu und zu vielem anderen finden sie auf den Seiten des RRZK .
Bitte informieren Sie sich über RSS-Feeds und die Möglichkeiten, sie zu nutzen. Damit erfahren Sie immer, wenn auf Ilias oder hier etwas neues erscheint, ohne regelmäßig aktiv nachsehen zu müssen.
Über Ilias können Sie selber eine Rundmail an die Kommilitonen im Kurs senden. Das dürfte in diesem Semester noch wichtiger sein als sonst.

Folie 4:
Texterstellung ist im Studium und später im Beruf Ihre Haupttätigkeit. Im Zeitdruck einer großen Haus- und der Bachelorarbeit wollen Sie nicht außerdem mit dem Werkzeug kämpfen müssen. Besuchen sie jetzt, in den ersten Semestern die Kurse des RRZK .
Für wissenschaftliches Schreiben sind TeX und LaTeX unübertroffen. Werfen Sie bitte einen Blick in die kurze Einführung von Hertel.
Wenn das nichts für Sie ist, dann lernen sie etwas anderes gründlich. „Word ist einfach, das kann jeder“ stimmt nicht.

Folie 5:
Ein Literaturverzeichis kann stundenlange und fehlerträchtige Arbeit machen (und die Note versauen), oder es fließt auf einen Knopfdruck perfekt formatiert aus einer Datenbank. Das erste Einarbeiten ist mühsam, aber es lohnt sich für den Rest des Studiums und Lebens.

Folie 6:
Was bedeuten die Balken im Diagramm?
Für z.B. den Neanderthaler gibt es zahlreiche und gut datierte Funde. Anfang und Ende seiner Zeit sind wohldefiniert, der Balken beschreibt eine gut belegte Zeitspanne. Für den Sahelanthropus gibt es exakt einen einzigen Fund. Seine Zeitspanne umfaßt wenige Jahrzehnte. Allerdings ist das Alter des Fossils sehr ungenau bestimmbar. Der prominente Balken zeigt also keine Spanne einer langlebigen Art sondern nur die weite Fehlergrenze eines einzigen Zeitpunktes. Diese und ähnliche Unklarheiten werden Ihnen in Darstellungen immer wieder unterkommen.

Folie 7:
Vom gemeinsamen Vorfahren führen nur einige wenige Linien zu den wenigen heute überlebenden Vertretern. Es gibt eine Neigung, alle neu gefundenen Fossilien einer dieser Linien zuzuordnen. In den meisten Fällen dürfte das falsch sein und kaum ein Fossil gehört zu unseren direkten Vorfahren.

Folie 8:
Nicht nur uns, auch die Menschenaffen trennen Million Jahre Entwicklung vom gemeinsamen Vorfahr. Sowohl Gorilla als auch Schimpanse bewegen sich im Knöchelgang, aber beide haben ihn unabhängig und auf anatomisch verschiedene Weise entwickelt. Der gemeinsame Vorfahr dürfte uns in der Haltung ähnlicher gewesen sein als beide.

Folie 9:
Die von verschiedenen Autoren vorgeschlagenen Homininenstammbäume unterscheiden sich, wie die beiden Beispiele, erheblich. In einem Punkt sind sich jedoch alle Autoren einig: Die Fossilien, die andere Forscher gefunden haben, gehören zu den Linien der Menschaffen oder zu ausgestorbenen Zweigen, bei meinem Fossil aber handelt es sich um einen direkten Menschenvorfahr.

Folie 10:
Wenn in Afrika von fossilführenden Schichten die Rede ist, handelt es sich fast immer um freigelegte Oberflächenfunde. Starke Regengüsse spülen Hänge ab und legen neue Anschnitte in Schichten frei. Manchmal, aber nicht immer, werden Teile des Fossils mit flachen Nachgrabungen in situ geborgen, oft aber über eine größere Fläche verteilt aufgesammelt.